Reizmagen: Gereizte Stimmung im Magen

Unter dem Begriff Reizmagen – beziehungsweise funktionelle Dyspepsie oder auch nervöser Magen – verstehen Mediziner eine ganze Reihe von Beschwerden, welche die Region des Oberbauchs betreffen. Die zu Grunde liegenden Ursachen sind vielfältig und bisher nicht eindeutig geklärt, zudem können die Schmerzen und Beschwerden nicht auf eine krankhafte Veränderung des Magens wie beispielsweise ein Magengeschwür zurückgeführt werden. Häufig tritt die funktionelle Dyspepsie nicht alleine auf, sondern in Kombination mit anderen Verdauungsstörungen wie dem Reizdarm. Ergänzend zur medikamentösen Therapie können Erkrankte selbst einiges tun, um den Beschwerden beizukommen.

Was, erfahren Sie hier:

Welche Anzeichen und Symptome sind charakteristisch für einen Reizmagen?

Viele Betroffene können die Schmerzen in ihrem Bauch nicht exakt lokalisieren. Einige klagen über unbestimmte Beschwerden im Bereich des Oberbauchs, andere beschreiben die Schmerzen als „gürtelförmig“, da sie sich nicht nur auf den Bauch beschränken, sondern auch in den Rücken ausstrahlen.

Weitere Symptome beim Reizmagensyndrom sind:

Zu den untypischen Symptomen des Reizmagens gehören beispielsweise blutiger Stuhlgang, deutlicher Gewichtsverlust oder Schluckprobleme. Diese Beschwerden deuten auf eine organische Störung des Verdauungstrakts hin, die dringend eine Therapie durch einen Internisten oder Gastroenterologen erfordern.

Ursachen für einen Reizmagen

Mögliche Ursache für das Reizmagensyndrom ist eine Überempfindlichkeit des Nervensystems der Magen-Darm-Gegend. Dieses komplexe Nervengeflecht durchzieht den kompletten Magen-Darm-Trakt und steuert die Verdauungsprozesse im Körper. Reagieren die Nerven beispielsweise übermäßig sensibel auf die normale und gesunde Säurebildung im Magen, sind Schmerzen oder Krämpfe die Folge.

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Des Weiteren kann eine Störung der Magenbeweglichkeit (Motilität) Beschwerden verursachen. In diesem Fall ist der Magen im unteren – zum Dünndarm hinführenden Bereich des Magens zu langsam, um die Nahrung innerhalb eines normalen Zeitraums in Richtung Darm zu befördern. Der Nahrungsbrei verbleibt in der Folge deutlich zu lange im Magen und löst unangenehmes Drücken und Völlegefühl aus. Oder der Magen ist im oberen Speicherbereich zu verkrampft, um sich im Volumen an die zugeführte Nahrung anzupassen. Dies kann ebenso zu Magendrücken frühzeitigem Völlegefühl oder Krämpfen führen.

Daneben spielen bei einem nervösen Magen auch psychische Gründe oder eine falsche Ernährung eine Rolle. So kann dauerhafter Stress oder zu fettreiches und unausgewogenes Essen ebenso zu einem Reizmagen führen.

Reizmagen: Eine Diagnose gestaltet sich schwierig

Bis zur Diagnose eines Reizmagens beziehungsweise eines Reizdarms ist es ein weiter Weg: Der Arzt muss zunächst Routineuntersuchungen wie Magenspiegelung, Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen durchführen. Die Diagnose lautet erst dann „Reizmagen“, wenn während eines sechsmonatigen Zeitraums mindestens zwölf Wochen lang Magenbeschwerden auftreten, ohne dass eindeutige organische Ursachen vorliegen.

Interessant: Wissenschaftler nehmen an, dass in den Industrienationen zwischen 20 und 25 Prozent der Bevölkerung unter dem Reizmagensyndrom leiden.

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Mögliche Behandlungsmethoden bei Magenbeschwerden

Weil ein Reizmagen aufgrund der vielfältigen Ursachen nur schwer festgestellt werden kann und das Ursachenspektrum bei jedem Patienten verschieden sein kann, ist es sinnvoll, die komplexen Ursachen und vielfältigen Beschwerden möglichst umfassend bekämpfen zu können.

Hier setzt das sogenannte Multi-Target-Prinzip (zu Deutsch: Viele-Ziele-Prinzip) von Iberogast® an, das bei zahlreichen Magenbeschwerden schnell und umfassend helfen kann. Es beruhigt nicht nur die Magennerven und normalisiert die Säurebildung, sondern schützt gleichzeitig auch die Magenschleimhaut.

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Weitere Tipps bei Magenbeschwerden

Folgendes können Sie selbst bei Magenbeschwerden beziehungsweise einem Reizmagen unternehmen:

  • Suchen Sie bei Beschwerden, die über mehrere Tage anhalten oder immer wieder auftreten, einen Spezialisten auf, damit dieser organische Störungen frühzeitig ausschließen kann.
  • Vermeiden Sie zu viel Stress und suchen Sie sich einen Ausgleich zu Ihrem Berufsalltag. Geeignet sind etwa sanfte Sportarten wie Yoga oder Walking. Indirekt bringen Sie damit auch wieder einen möglicherweise zu trägen Magen in Bewegung.
  • Achten Sie auf geregelte Mahlzeiten. Die meisten Menschen vertragen fünf kleinere Gerichte über den Tag verteilt besser als beispielsweise zwei sehr große – probieren Sie aus, was Ihnen gut tut und bleiben Sie dabei.
  • Nehmen Sie sich für jede einzelne Speise Zeit und schlingen Sie nicht, sondern genießen Sie Ihr Essen.
  • Vermeiden Sie zudem Nahrungsmittel wie Kaffee, Alkohol oder zu scharfe Gerichte – diese greifen die ohnehin sensible Magenschleimhaut an.

Sollte Ihr Reizmagen auf psychischen Leidensdruck zurückzuführen sein, kann ergänzend eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an, dieser wird Sie an einen Spezialisten überweisen können.

Magen-Darm-Beschwerden

Junge Frau leidet Zuhause an Magen-Darm-Beschwerden.

Von Völlegefühl über Magenkrämpfe bis hin zu Übelkeit und Erbrechen: Gerät das menschliche Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht, kann sich das in unterschiedlichen Beschwerden äußern. Die Suche nach den Auslösern gestaltet sich oft schwierig – denn manchmal stecken mehrere Ursachen hinter den unangenehmen Symptomen.

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