Reizdarm

Eine Frau mit kurzen dunklen Haaren und weißem Hemd hat die Arme verschränkt und schaut lächelnd nach rechts nachdem sie mit ihrem Reizdamsydromgelernt hat gut umzugehen.

Reizdarm: Symptome, Ursachen und Hilfe

Manche Menschen leiden häufig unter Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung und kennen gar nicht den Grund dafür. Nach dem klärenden Besuch beim Arzt und gegebenenfalls einer endoskopischen Untersuchung kann die Diagnose „Reizdarm“ oder Reizdarmsyndrom im Raum stehen. Was konkret darunter zu verstehen ist, welche Behandlungsmethoden es gibt und was Sie selbst gegen die Beschwerden tun können, erfahren Sie hier.

Mögliche Reizdarm Symptome

⦁    Drückendes Gefühl im Bereich des Unterbauchs

⦁    Blähungen

⦁    Bauchschmerzen oder -krämpfe, die sich nach dem Stuhlgang verändern

⦁    Unregelmäßiger Stuhlgang/unregelmäßige Stuhlkonsistenz

⦁    Durchfall

⦁    Verstopfung

⦁    Unwohlsein

⦁    Völlegefühl

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Beruhigt den gereizten Magen und Darm und bringt die Verdauung längerfristig zurück ins Gleichgewicht - besonders wirksam bei häufigen Magen-Darm-Beschwerden

Wie kommt es zu einem Reizdarm?

Beim Reizdarm ist der Darm nicht diagnostisch sichtbar verändert. Vielmehr können Störungen der Funktionalität und Regulation des Darmes vorliegen. Daher spricht die Medizin von funktionellen Erkrankungen. Das heißt, Ärzte können mit ihren Diagnoseverfahren keine organischen Ursachen wie z.B. Geschwüre, Zysten oder Tumore feststellen. Vielmehr werden als Ursache unter anderem gestörte Bewegungsabläufe der Darmmuskulatur (Molilitätsstörungen) und Übersensibilität bzw. Störungen in der Darmwand diskutiert. Dies hat z.B. zur Folge, dass der Nahrungsbrei entweder zu lange im Darm verweilt oder zu schnell den Darmtrakt passiert. So kommt es zu krampfartigen Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung beziehungsweise Durchfall.

Auch Entzündungen und eine generelle Überempfindlichkeit können Reizdarmbeschwerden verursachen und ein Reizdarmsyndrom auslösen. Hier können verbleibende Mikroentzündungen im Nachgang zu Magen-Darm-Infektionen oder überempfindliche Reaktionen des Magen-Darm-Traktes z.B. auf äußere Einflüsse wie Belastungen  oder dauerhaften Stress der Hintergrund sein.
 
Immer mehr Menschen leiden unter solchen Magen-Darm-Beschwerden. Das Reizmagen- oder Reizdarmsyndrom gehört zu den häufigsten funktionellen Erkrankungen. Die Betroffenen sind aufgrund der wiederkehrenden Beschwerden in ihrem Alltag häufig stark eingeschränkt, weshalb der Wunsch nach einer gezielten Verbesserung der Symptome und damit des Gesamtwohlbefindens besonders groß ist.

Die drei Reizdarm-Typen (S3 Leitlinien):

⦁    Typ I (Diarrhoe dominant): Das Hauptproblem des Erkrankten ist Durchfall.

⦁    Typ II (Obstipation dominant): Dieser Krankheitstyp zeichnet sich durch regelmäßige Verstopfungen aus.

⦁    Typ III (Diarrhoe und Obstipation im Wechsel): Erkrankte haben abwechselnd Durchfall und Verstopfung.

Die Psyche nimmt ebenfalls Einfluss auf den Darm. Großer Stress oder tiefe Trauer oder andere belastende Situationen können die Darmtätigkeit herabsetzen oder beschleunigen. Es kann aber auch ein Kreislauf beginnen: Darmbeschwerden wie ständiger Durchfall, Schmerzen oder Blähungen wirken sich wiederum negativ auf die Psyche aus, die Patienten fühlen sich unwohl und ziehen sich aus ihrem sozialen Leben zurück. Ist die Psyche angegriffen, verstärken sich gleichzeitig die Symptome des Reizdarms – der Kreislauf schließt sich.

Ein Mann mit rotem Hemd lässt sich in der Praxis von einem Arzt im weißen Kittel beraten.

Was kann man gegen einen Reizdarm tun?

Für das Reizdarmsyndrom gibt es aufgrund der ganz individuellen Ausprägung der Erkrankung keine allgemeingültige Behandlungsmethode. Neben einer Therapie mithilfe von passenden Medikamenten, können Betroffene auch selbst einiges tun, um die Beschwerden langfristig abzumildern: Dazu kann z.B. eine gezielte Ernährungsumstellung oder der bewusste Umgang mit anhaltenden psychischen Belastungen in Alltag und Beruf gehören.

Medikamentöse Behandlung bei Reizdarm

Für die medikamentöse Reizdarm-Behandlung sind Arzneimittel angezeigt, die besonders verträglich und wirksam sind wie die pflanzlichen Arzneimittel von Iberogast. Hier ist besonders das rein pflanzliche Kombinationspräparat Iberogast® Advance geeignet, das an der Ursache der Beschwerden ansetzt. Die einzigartige Kombination aus 6 Heilfplanzen enthält einen hohen Anteil an beruhigenden, schleimhautschützenden und entzündungshemmenden Extrakten, die den gereizten Magen und Darm ab der ersten Einnahme beruhigen und die Verdauung längerfristig zurück ins Gleichgewicht bringen. Es hilft damit häufig wiederkehrende Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen, Sodbrennen und Übelkeit zu lindern und so den Betroffenen auf schonende Weise das persönliche Wohlbefinden wieder zu steigern.

Daneben kann Durchfall mit sogenannten Antidiarrhoika behandelt werden; diese hemmen die Darmtätigkeit, sodass der Stuhl länger im Darm bleibt und eingedickt wird. Bei Verstopfung hingegen kommt löslichen Ballaststoffen wie Flohsamen eine besondere Bedeutung zu, welche die Darmtätigkeit anregen.

Eine Frau sitzt auf dem Boden neben einem Laptop, einem Kaffeebecher und Kopfhörern und schaut lächelnd auf ihre Freundin, die auf einem weißen Sofa sitzt

Selbsthilfe bei Reizdarm

Menschen mit Reizdarmsyndrom sollten sich insbesondere mit Ihrem Alltag und Ihren Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzen. Folgende Tipps können Sie beachten: 

⦁    Stress reduzieren: Natürlich ist es unmöglich, sämtlichen Stresssituationen aus dem Weg zu gehen. Dennoch sollten Sie versuchen, entspannte Momente in Ihren Alltag zu integrieren. Das kann ein Kräuterbad mit Lavendelzusatz am Abend sein, ein ausgedehnter Spaziergang in der Mittagspause oder ein gemütliches Treffen mit Freunden am Wochenende. Überlegen Sie sich außerdem, welche Aufgaben Sie abgeben können. Eine Haushaltshilfe könnte Ihnen beispielsweise das Putzen abnehmen, ein Babysitter macht einen romantischen Abend zu zweit möglich.

⦁    Ausreichend bewegen: Bewegung wie z.B. Joggen, Schwimmen oder Radfahren regt die Verdauung an und ist daher besonders gut für Menschen mit reizdarmbedingter Verstopfung geeignet. Versuchen Sie, zwei sportliche Einheiten pro Woche zu integrieren. Wie lange diese ausfallen, hängt natürlich von Ihrer allgemeinen körperlichen Fitness ab.

⦁    Richtig ernähren: Für Menschen mit einem Reizdarm gibt es keine spezielle Diät. Dennoch lohnt es sich, die eigenen Ernährungsgewohnheiten umzustellen, um den Magen-Darm-Trakt nicht unnötig zu belasten. Meiden Sie daher fettreiche, stark gewürzte, sehr süße oder übermäßig salzige Gerichte. Zudem ist es ratsam, täglich rund zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sollten Sie auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren, ist es ratsam, diese vollständig vom Speiseplan zu streichen.

Eine Frau mit dunklen Haaren und einem weißem Hemd streckt ihre Arme vergnügt nach oben und dehnt sich während sie am Schreibtisch sitzt.

Lernen, mit dem Reizdarmsyndrom umzugehen

Zunächst ist es wichtig, einen Mediziner für die ärztliche Begleitung Ihrer Erkrankung zu wählen, dem Sie vertrauen und der entsprechende Erfahrungen im Gebiet des Reizdarms/Reizmagens hat. Dieser kann Sie unterstützen und Ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

Für viele Menschen wird es zudem leichter, mit Reizdarm umzugehen, wenn sie Ihren engsten Familien- und Freundeskreis darüber informieren. Obgleich dies kein Thema ist, mit dem man gerne hausieren geht, kann es dennoch das persönliche Verhältnis positiv beeinflussen. Ein Beispiel: Wenn Sie eine Verabredung absagen müssen, weil es Ihnen nicht gut geht, wird Ihnen dies keiner übelnehmen oder gar als Ausrede abstempeln.

Außerdem können Sie einige Vorsichtmaßnahmen treffen, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Wenn Sie beispielsweise zu Durchfall neigen, sollten Sie immer, bevor Sie das Haus verlassen, nochmals die Toilette aufsuchen. Zudem gibt es spezielle Einlagen für die Unterwäsche, die im Fall der Fälle helfen. Eine überempfindliche Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln können Sie vermeiden, indem Sie sich im Restaurant beim Kellner über Zusätze erkundigen.