Süßholzwurzel
(Liquiritiae Radix)

Süßholzwurzel mit der der Zahl vier

Süßholzwurzel: Lakritze und Heilpflanze zugleich

Das Süßholz gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Die in der Medizin verwendete Art ist das Echte Süßholz, Glycyrrhiza glabra. Es werden dabei die Wurzeln (Liquiritiae radix) genutzt. Die Süßholzwurzel ist seit der Antike als Arzneipflanze bekannt.Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem alten Ägypten, wo man glaubte, dass die Pharaonen im Jenseits ein süßes Getränk zubereiten konnten. Die Griechen und Römer kannten Lakritze als Erkältungsmittel. Wie der Name schon verrät, schmeckt die Heilpflanze süßlich. Verantwortlich dafür ist die Substanz Glycyrrhizin, auf Griechisch "glycyrrhiza", von dem sich der Name Lakritze ableitet, was "süße Wurzel" bedeutet. Aus dem eingedickten Wurzelsaft entsteht Lakritze – die schwarze Süßigkeit, die beispielsweise zu Pastillenund Bonbons verarbeitet wird.

Als fester Bestandteil in Iberogast® "Classic" und Iberogast® Advance entfalten die Extrakte der Süßholzwurzel ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

    Die Süßholzwurzel ist im Mittelmeerraum, in Westasien und China beheimatet, wo sie auch heute noch angebaut wird.

    Süßholzwurzelextrakte werden u.a. bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wie Husten und Bronchialkatarrhen eingesetzt, dort wirken sie schleimlösend und auswurffördernd. Ebenso wurde eine antibakterielle und antimykotische Wirkung nachgewiesen. Bei Gastritis und Magengeschwüren findet die Süßholzwurzel ebenfalls Anwendung. Extrakte aus der Süßholzwurzel haben eine krampflösende Wirkung auf Magen und Darm, regulieren hier die Säuresekretion und tragen auch zum Schleimhautschutz im Magen bei. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe auch entzündungshemmend.
    Die in Süßholzwurzel enthaltenen Antioxidantien tragen zudem dazu bei, unsere Zellen gesund zu halten, indem sie freie Radikale abfangen.
    Wegen seiner Süße ist Süßholz auch in vielen Teemischungen zu finden.

    In den Iberogast® Produkten wird Süßholzwurzel vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Inhaltsstoffe eingesetzt. Diese tragen dazu bei, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Außerdem trägt Süßholzwurzel zur Regulierung der Magensäure bei und wirkt motilitätsregulierend sowie krampflösend, was besonders bei akuten funktionellen Beschwerden im Verdauungstrakt schnelle Linderung bringen kann.

    Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Wirk-Beiträge von Süßholz in Iberogast® entnehmen:

    Wirk-Beitrag Iberogast® "Classic"und Iberogast®Advance
    Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
    Blatt
    Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
    Blatt x2
    Säureregulierung
    Blatt x3
    Entzündungshemmung
    Blatt x2
    Schleimhautschutz
    Blatt x2

     

    Legende: 

    Starke Wirkung
    Blatt x3
    Mittlere Wirkung
    Blatt x2
    Leichte Wirkung
    Blatt

     

    Die Konzentration von Süßholzwurzel ist in beiden Iberogast® Produkten identisch. Von den Wirkeigenschaften der Süßholzwurzel lässt sich daher auf zweifache Weise profitieren: In Iberogast®„Classic“ besonders bei akuten, motilitätsbedingten und funktionellen Magen-Darm-Beschwerden und in Iberogast® Advance bei eher häufig wiederkehrenden Beschwerden und einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt.

    Wie sich die beiden Produkte in ihrer Zusammensetzung voneinander unterscheiden erfahren Sie auf unserer Seite zum Thema Heilpflanzen.

     

    Für die Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln der Iberogast® Produkte wird die Süßholzwurzel größtenteils aus der kontrollierten Wildsammlung bezogen. Diese erfolgt meist im mittleren und FernenOsten, wie z.B. in China oder Usbekistan. Das Süßholz tritt hier als vorkommende Pflanze auf sehr sandigen Böden, nicht selten in Wüstenregionen, auf. In definierten Sammelarealen werden die Süßholzwurzeln aus dem Boden gegraben. Ein Teil der Wurzeln bleibt im Boden zurück und wächst im kommenden Jahr wieder auf.So wird sichergestellt, dass die Sammelareale immer wieder nachhaltig beerntet werden können. Die Sammlung wird durch die Einhaltung der GACP-Richtlinien reguliert, welche einen schonenden Umgang mit den Ressourcen sowie den Neuaufwuchs der Pflanzen sicherstellt. GACP steht für Good Agricultural And Collection Practice (engl.: „Gute Praxis für die Sammlung und Anbau von Arzneipflanzen“). Dies sind Richtlinien zur Qualitätssicherung bei der Gewinnung von pflanzlichen Ausgangsstoffen, die zur Herstellung pflanzlicher Arzneimittel eingesetzt werden.

    Eine Sammlung erfolgt meist im Frühjahr oder Herbst. Die geernteten Wurzeln werden mit Wasser gereinigt, geschält und geschnitten. Die Trocknung erfolgt mittels unterschiedlicher, schonender Trocknungsverfahren, um die Qualität der Wurzel zu erhalten.

     

    Süßholzwurzel

    Interessantes zum Thema Süßholzwurzel

    Wussten Sie schon, dass:

    • Süßholz ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und Westasien stammt, wo es heute noch angebaut wird?
    • die Wurzel im Innern gelb ist und die Pflanze im Frühsommer blaulilafarben blüht?
    • Lakritze aus der Süßholzwurzel gewonnen wird und es nichts anderes als eingedickter Süßholzsaft ist?