Magenschmerzen - Ursachen, Symptome & Behandlung

Eine junge Frau mit blonden Haaren und gestreiftem Shirt schaut nach links und lächelt nachdem sie nicht mehr unter Magenschmerzen leidet.

Von Jens Seibel
20. August 2026

Magenschmerzen und Magen-Darm-Krämpfe entstehen häufig durch Stress, ungesunde Ernährung oder funktionelle Störungen wie Reizmagen oder Reizdarm. Wiederkehrende Beschwerden sind oft Zeichen einer funktionellen Dyspepsie oder Reizdarmsyndrom.

Was hilft bei Magenschmerzen? Hausmittel wie Wärme und Kräutertee, eine angepasste Ernährung sowie rein pflanzliche Arzneimittel können die Beschwerden lindern. Iberogast® Classic wirkt schnell bei akuten Magenschmerzen, Iberogast® ADVANCE unterstützt bei häufig wiederkehrenden Beschwerden.

Bei Warnsignalen wie Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust oder starken Magenkrämpfen, die länger als 2 bis 4 Wochen anhalten oder nachts auftreten, ist eine ärztliche Abklärung dringend empfohlen.

Magenschmerzen kommen oft plötzlich – als Brennen, Krampf oder Druck im Oberbauch. Sie sind, ebenso wie andere Magen-Darm-Probleme wie Völlegefühl, Übelkeit oder Sodbrennen, weit verbreitet. Oft werden sie durch Stress1, eine falsche Ernährung2 oder durch mehrere Faktoren gleichzeitig ausgelöst. Mehr über Ursachen und Symptome von Magenschmerzen und was wirklich hilft, verrät dieser Ratgeber.

Was sind Magenschmerzen und Magen-Darm-Krämpfe genau?

Wo hat man Magenschmerzen typischerweise? Als Magenschmerzen werden oft Schmerzen im Oberbauch bezeichnet – meist mittig bis leicht links, direkt unter dem Brustbein (Magengegend). Diese Region wird auch „epigastrisch" genannt.

Wie können sich Magenschmerzen anfühlen? Typisch sind zum Beispiel:

  • Brennen – z. B. bei Reizung der Magenschleimhaut oder Reflux
  • Druck-/Völlegefühl
  • ziehender oder stechender Schmerz (Stechen im Magen)
  • krampfartige Schmerzen – wellenförmig, in Schüben

Schmerzen im Oberbauch können außer vom Magen auch von Speiseröhre, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse oder anderen Strukturen kommen. Begleitsymptome und Verlauf helfen bei der Einordnung.

Und wenn die Schmerzen tiefer sitzen? Schmerzen um den Bauchnabel oder im Unterbauch sprechen häufiger für Ursachen im Darmbereich. Eine genaue Zuordnung ist jedoch nicht immer möglich, weil Bauchorgane Schmerz teils unspezifisch „weiterleiten".

So entstehen Magenschmerzen und Magen-Darm-Krämpfe

Magenschmerzen und krampfartige Beschwerden entstehen häufig, wenn der Verdauungstrakt gereizt, überdehnt oder in seiner Bewegung (Peristaltik) gestört ist. Typische Auslöser sind Stress, ungewohntes bzw. sehr fettreiches Essen, Infekte oder bestimmte Medikamente. Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Was passiert im Magen – und warum kann das weh tun?

Der Magen dehnt sich nach einer Mahlzeit, mischt den Speisebrei durch Muskelbewegungen und gibt ihn portionsweise weiter.

Beschwerden können entstehen, wenn:

  • die Magenschleimhaut gereizt ist (z. B. Entzündung, Reflux, Alkohol3, Medikamente)4,
  • der Magen stark gefüllt ist (Druck/Völlegefühl) oder
  • die Magenbewegungen unruhig sind (krampfartig, wellenförmig).

Was passiert im Darm – und warum entstehen Krämpfe?

Im Dünn- und Dickdarm wird der Speisebrei weitertransportiert und verdaut. Krämpfe entstehen häufig durch wellenförmige Muskelkontraktionen, z. B. bei:

  • Infekten oder Reizungen
  • Gasbildung/Blähungen
  • Unverträglichkeiten
  • funktionellen Beschwerden (z. B. Reizdarm)

Warum ist die Ursache von Magenschmerzen und Magenkrämpfen oft schwer zuzuordnen?

Magenschmerzen sind oft unspezifisch: Signale aus Magen und Darm können ähnlich empfunden werden und sich überlagern. Zusätzlich können Begleitsymptome (Übelkeit, Durchfall, Blähungen, Sodbrennen) die Einordnung erschweren. Entscheidend für die Orientierung sind Lokalisation, Zeitpunkt (z. B. nach dem Essen), Verlauf und Begleitsymptome.

Häufige Auslöser für Magenschmerzen sind:

  • Stress und psychische Belastung
  • üppige, sehr fettreiche oder ungewohnte Mahlzeiten
  • Medikamente mit magenreizendem Potenzial
  • Infekte, Unverträglichkeiten, funktionelle Störungen

Schritt 1. Mund
Mechanisches Kauen und Befeuchten der Nahrung mittels Speichel im Mund. Während des Schluckens der Nahrung beginnt der Speichel die die Kohlenhydrate zu verdauen.

Grafik des Verdauungssystems mit Fokus auf Mundhöhle, Zähne, Zunge und Speicheldrüsen als Beginn der Verdauung.

Schritt 2. Schlucken
Nach dem Schlucken gelangt das Essen in die Speiseröhre und gelangt durch Muskelkontraktionen in der Speiseröhre in den Magen.

Grafik des Verdauungssystems mit markierter Speiseröhre, die den Mund mit dem Magen verbindet.

Schritt 3. Verdauung im Magen
Verdauung der Proteine mithilfe der Magensäure und anderen Verdaungssäften im Magen. Weiterschaffen des Essens in den Zwölffingerdarm.

Grafik des Verdauungssystems mit markierten Organen: Magen, Leber und Gallenblase.

Schritt 4. Verdauung im Dünndarm
Die Leber und die Bauchspeicheldrüse produzieren Verdauungssäfte und Enzyme, um die Nahrung zu verdauen. Hierbei werden Kohlenhydrate, Fette, Fettsäuren und Nukleinsäuren verdaut. 
Dabei werden Aminosäuren, Peptide, Glucose, Fructose und Glyzerin aufgenommen. Die verbliebene Nahrung wird durch Muskelbewegungen in den Dickdarm weitergeführt.

 

Grafik des Verdauungssystems mit markierten Organen: Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm, Dünndarm und Quercolon.

Schritt 5. Aufnahme
Im Dickdarm wird die restliche zu verdauende Nahrung, durch die dort angesiedelten Bakterien, gegärt, wobei Vitamine synthetisiert werden.
Aufnahme von Wasser, Glukose, Fruktose, Vitaminen und Mineralien.

Grafik des Verdauungssystems mit markierten Organen: Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm, Dünndarm und Quercolon.

Schritt 6. Beseitigung der Überreste
Feste Überreste wandern in den Enddarm und werden ausgeschieden.

Grafik des Verdauungssystems mit markiertem Enddarm als letztem Abschnitt des Darms.

Welche Symptome treten bei Magenschmerzen auf?

Wird das Verdauungssystem in seinen Funktionen gestört, kann sich das durch Magenschmerzen oder Magen-Darm-Krämpfe äußern. Die Muskeln erschlaffen oder verkrampfen sich zu sehr oder zu einer falschen Zeit.

Neben Magenschmerzen und Magen-Darm-Krämpfen können auch folgende Symptome dazukommen:

  • drückendes Gefühl im Magen
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen und Aufstoßen
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Darmkrämpfe

Für die Betroffenen ist das nicht leicht – vor allem, wenn die Symptome der Magenschmerzen häufiger und immer wieder auftreten. Der Alltag gerät durcheinander, die Sorge vor neuerlichen Beschwerden ist ein ständiger Begleiter.

Mögliche Ursachen von Magenschmerzen und Magen-Darm-Krämpfen

Neben einer gestörten Motilität können auch die empfindlichen Nervenzellen im Magen-Darmbereich verantwortlich für die Beschwerden sein. Die Nervenzellen schlagen Alarm und das Gehirn empfängt Signale, die der Betroffene zum Beispiel als Magenschmerzen im Oberbauch oder als Darmkrämpfe um den Bauchnabel herum wahrnimmt.

Zudem kann eine Überproduktion von Magensäure oder eine Überempfindlichkeit auf Magensäure dazu führen, dass die Magenschleimhaut aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Auch organische Erkrankungen können starke Magenschmerzen hervorrufen. Bei einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) beispielsweise ist der Schutzmantel der Magenwand beschädigt.5

Weiter können folgende Faktoren oder Erkrankungen für Magenschmerzen oder Magen-Darm-Krämpfe ursächlich verantwortlich sein:

Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung? Dann scheuen Sie sich nicht, zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen. Er oder sie kann mit Ihnen organische Ursachen ausschließen und mögliche Auslöser klären.

Warum kommen Magenschmerzen immer wieder? Ursachen wiederkehrender Magenschmerzen

Ständige Magenschmerzen oder immer wieder auftretende Magenkrämpfe sind ein Zeichen dafür, dass die Funktion des Magen-Darm-Trakts dauerhaft gestört ist. Anhaltende Magenschmerzen, die über Wochen oder Monate auftreten, haben häufig funktionelle Ursachen – das heißt, es liegt keine organische Erkrankung vor, aber die Funktion des Verdauungssystems ist gestört.

Das Reizmagensyndrom: häufigste Ursache wiederkehrender Magenschmerzen

Das Reizmagensyndrom (funktionelle Dyspepsie) ist die häufigste Diagnose bei chronischen Oberbauchbeschwerden ohne organischen Befund. Schätzungsweise 10 bis 20 % der Bevölkerung in Deutschland sind davon betroffen.6 Typische Beschwerden sind wiederkehrende Magenschmerzen, Völlegefühl, frühzeitiges Sättigungsgefühl und Übelkeit – ohne dass eine Magenspiegelung einen krankhaften Befund zeigt.

Magenschmerzen bei Stress und die Darm-Hirn-Achse

Stress ist einer der häufigsten Auslöser für wiederkehrende Magenschmerzen. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse – die direkte Nervenverbindung zwischen Gehirn und Verdauungssystem – wirkt sich psychischer Stress unmittelbar auf die Magenfunktion aus: Er verändert die Magenentleerung, erhöht die Schmerzempfindlichkeit der Magennerven und kann Entzündungsreaktionen in der Magenschleimhaut begünstigen.7

Weitere häufige Auslöser wiederkehrender Magenschmerzen

Neben Reizmagen und Stress gibt es weitere Faktoren, die Magenschmerzen immer wieder auslösen oder verstärken können:

  • Gestörte Magenentleerung (Motilitätsstörung): Der Magen entleert sich zu langsam oder unregelmäßig.
  • Überempfindlichkeit der Magennerven: Normale Dehnungsreize werden als schmerzhaft wahrgenommen.
  • Bestimmte Lebensmittel: Fettreiche, scharfe oder säurehaltige Speisen können immer wieder Magenschmerzen hervorrufen.
  • Regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln: NSAR können die Magenschleimhaut reizen und bei häufiger Einnahme Entzündungen oder Magengeschwüre begünstigen.
  • Schlafmangel und unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus8
  • Hormonelle Schwankungen (z. B. im Menstruationszyklus)9

Wichtig: Wenn Sie ständig Magenschmerzen haben, ist es wichtig, mögliche Auslöser systematisch zu identifizieren. Ein Beschwerdetagebuch – in dem Sie Mahlzeiten, Stresssituationen und Schmerzereignisse festhalten – kann dabei helfen, individuelle Triggerfaktoren zu erkennen.

Was tun bei Magenschmerzen? Wirkungsvolle Maßnahmen

Für eine effektive Behandlung funktioneller Beschwerden eignen sich vor allem solche Maßnahmen, die an mehreren Stellen im Magen-Darm-Trakt gleichzeitig ansetzen und somit mehrere Symptome lindern können. Pflanzliche Arzneimittel beispielsweise können bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden Abhilfe verschaffen, aber auch die Anwendung von Hausmitteln bei Magenschmerzen, eine angepasste Ernährungsweise und reduzierte Stressfaktoren tragen dazu bei, die Beschwerden sinnvoll anzugehen.

Pflanzliche Arzneimittel gegen Magenschmerzen

Gegen Magenschmerzen existieren mehrere effektive Heilpflanzen. Hier wirkt die heilende Kraft der Natur: Iberogast® Classic beinhaltet 9 Extrakte aus wertvollen Heilpflanzen mit einem hohen Anteil an motilitätsregulierenden Inhaltsstoffen. Dadurch können akute oder gelegentlich auftretende funktionelle und motilitätsbedingte Beschwerden, wie sie z. B. nach einem üppigen oder ungewohnten Essen oder auf Reisen auftreten können, schnell und zuverlässig gelindert werden.10

Iberogast® Classic

Schnell und zuverlässig bei akuten Magen-Darm-Beschwerden

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Wenn eher ein empfindlicher Verdauungstrakt wiederkehrende Magen-Darmbeschwerden auslöst, z. B. aufgrund von anhaltendem Stress, kann Iberogast® ADVANCE für Linderung sorgen. Die Kombination aus 6 Heilpflanzenextrakten wirkt beruhigend, antientzündlich und schleimhautschützend. Das rein pflanzliche Arzneimittel beruhigt den gereizten Magen und Darm und reguliert die Funktion von Magen und Darm. Damit steigert es wieder die Lebensqualität und auch das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen.

Iberogast® ADVANCE

Bei häufigen Magen-Darm-Beschwerden

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Iberogast ADVANCE Packung 50 ml

Ergänzende Hausmittel bei Magenschmerzen

Bei funktionellen Magen-Darm-Schmerzen gibt es zusätzlich einige altbewährte Hausmittel, die Sie leicht zuhause anwenden können. Um die Magenschmerzen zu lindern, sind vor allem Wärmeanwendungen und wohltuende Teemischungen beliebt.11

Tees

Ein Teeaufguss aus wertvollen Heilpflanzen wie Melissenblättern, Kamillenblüten12, Anis, Fenchel, Salbei oder Pfefferminzblättern kann beruhigend, entzündungshemmend und schleimhautschützend wirken und Völlegefühl mildern. Viele dieser Kräuter werden traditionell bei unterschiedlichen Magen-Darm-Beschwerden, wie z. B. bei Magenschmerzen, eingesetzt.

Wärme für die Bauchregion

Wärmeanwendungen auf der Magen- und Darmregionen helfen, verspannte Muskelpartien wieder zu entkrampfen. Bei Bedarf einfach eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen auf den schmerzenden Bereich legen und die Wärme für einige Zeit wirken lassen. Auch ein Vollbad hilft, am gesamten Körper eine entspannende Wärme zu erreichen.

Massage des Ober- und Unterbauches

Leichte im Uhrzeigersinn kreisende Massagen von Magen und Darm, beispielsweise mit etwas Schwarzkümmelöl sind hier eine wohltuende Unterstützung. Dabei wirken sowohl die ätherischen Öle über die Haut als auch die Massagebewegungen an sich.

Was essen bei Magenschmerzen?

Die richtige Ernährungsweise ist bei häufigen Magenschmerzen oder Magen-Darm-Krämpfen von großer Bedeutung. Eine ungesunde, zu üppige oder zu unregelmäßige Ernährung belastet das Verdauungssystem stark, besonders das von Personen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt. Wer betroffen ist, sollte bevorzugt leicht verdauliche und bekömmliche Lebensmittel in kleineren Portionen zu sich nehmen und sich bei Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin mäßigen. Eine schonende Zubereitung und Ruhe beim Essen sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt für eine magenfreundliche Ernährungsweise.

Wann sollte man bei Magenschmerzen zum Arzt oder zur Ärztin gehen? Warnsignale erkennen

Ständig Magenschmerzen zu haben ist belastend – aber nicht jede Beschwerde erfordert sofort einen Praxisbesuch. Die folgende Übersicht hilft Ihnen einzuschätzen, wann eine ärztliche Abklärung empfohlen oder dringend notwendig ist.

Dringliche Warnsignale: sofort zum Arzt oder zur Ärztin bei Magenschmerzen

Folgende Symptome können auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen und erfordern eine zeitnahe ärztliche Abklärung:

  • Blut im Stuhl oder schwarzer, teerartiger Stuhl
  • blutiges Erbrechen
  • ungewollter Gewichtsverlust (mehr als 5 % des Körpergewichts in kurzer Zeit)
  • Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Schlucken
  • starke, plötzlich einsetzende Magenschmerzen
  • Magenschmerzen, die nachts auftreten und den Schlaf stören
  • begleitendes Fieber über 38,5 °C
  • Gelbfärbung der Haut oder Lederhaut (Ikterus)13

Empfohlener Praxisbesuch: Wenn anhaltende Magenschmerzen oder Magenkrämpfe wiederkehren

Auch ohne akute Warnsignale sollten Sie ärztlichen Rat suchen, wenn:

  • Magenschmerzen oder Magenkrämpfe länger als 2 bis 4 Wochen anhalten.
  • Die Beschwerden regelmäßig wiederkehren und den Alltag beeinträchtigen.
  • Zusätzliche Symptome wie anhaltende Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erschöpfung auftreten.14,15
  • Hausmittel und rezeptfreie Mittel keine ausreichende Linderung bringen.
  • Die Schmerzen sich in Intensität oder Häufigkeit verschlimmern.

Ein Arzt oder eine Ärztin kann durch Befragung, körperliche Untersuchung und ggf. Blutbild oder Magenspiegelung organische Ursachen ausschließen und eine gezielte Behandlung einleiten. Scheuen Sie sich nicht, bei anhaltenden Beschwerden medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen – je früher eine Ursache erkannt wird, desto effektiver kann behandelt werden.16

FAQ: häufige Fragen zu Magenschmerzen

    Das deutet oft auf eine funktionelle Störung hin, z. B. das Reizmagensyndrom (funktionelle Dyspepsie). Dabei ist die Funktion des Magens gestört – etwa durch überempfindliche Nerven oder eine gestörte Magenentleerung – obwohl keine organische Erkrankung vorliegt.

    Ja, über die sogenannte Darm-Hirn-Achse wirkt sich psychischer Stress17 direkt auf die Magenfunktion aus. Er kann die Magenentleerung verlangsamen, die Schmerzempfindlichkeit erhöhen und Entzündungsreaktionen in der Magenschleimhaut begünstigen.

    Meiden Sie sehr fettreiche, scharfe und stark säurehaltige Speisen sowie blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte. Auch Alkohol3, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke können die Magenschleimhaut zusätzlich reizen.

    Wärme18 (z. B. Wärmflasche), krampflösende Kräutertees (Kamille12, Fenchel, Pfefferminze) und pflanzliche Arzneimittel wie Iberogast® können akute Magenkrämpfe lindern. Bei sehr starken oder anhaltenden Krämpfen sollten Sie jedoch unbedingt ärztlichen Rat einholen.

    Bewährte Hausmittel sind Wärmeanwendungen auf der Bauchregion, beruhigende Kräutertees (Kamille, Melisse, Fenchel, Anis) und sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn. Diese können die verspannte Muskulatur lösen und die Beschwerden natürlich lindern.

    Ja, NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) können die Magenschleimhaut reizen und bei regelmäßiger Einnahme Entzündungen oder sogar Magengeschwüre begünstigen.4 Bei häufigen Magenschmerzen sollten Sie auf magenfreundlichere Alternativen zurückgreifen. Sprechen Sie mit einer medizinischen Fachperson.

    Quellen

    1 Konturek PC, Brzozowski T, Konturek SJ. Stress and the gut: pathophysiology, clinical consequences, diagnostic approach and treatment options. J Physiol Pharmacol. 2011;62(6):591–599

    2 Heidarzadeh Esfahani N, et al. Dietary intake in relation to the risk of gastroesophageal reflux disease: a systematic review. Prev Nutr Food Sci. 2021;26(3):223–234

    3 Pan J, Cen L, Chen W, Yu C, Li Y, Shen Z. Alcohol consumption and the risk of gastroesophageal reflux disease: a systematic review and meta-analysis. Alcohol Alcohol. 2019;54(1):62–69. doi:10.1093/alcalc/agy063 https://doi.org/10.1093/alcalc/agy063

    4 Sohail R, Mathew M, Patel KK, et al. Effects of non-steroidal anti-inflammatory drugs on the gastrointestinal tract: a narrative review. Cureus. 2023;15:e37080. DOI: 10.7759/cureus.37080 https://doi.org/10.7759/cureus.37080

    5 Rasheed SA, Afroz AT, Sajjad AS, Ahmad SR. Gastritis: etiology, pathophysiology, diagnosis, and management. Engineering and Technology International Journal of Science. 2025;13(1)

    6 Madisch et al.: The Diagnosis and Treatment of Functional Dyspepsia. Deutsches Ärzteblatt Int 2018. https://di.aerzteblatt.de/int/archive/article/197088

    7 Mayer et al: Gut feelings: the emerging biology of gut–brain communication. Nat Rev Neurosci 2011. https://www.nature.com/articles/nrn3071

    8 Orr WC, Fass R, Sundaram SS, Scheimann AO. The effect of sleep on gastrointestinal functioning in common digestive diseases. Lancet Gastroenterology & Hepatology. 2020;5(6):616–624. doi:10.1016/S2468-1253(19)30412-1 https://doi.org/10.1016/S2468-1253(19)30412-1

    9 Heitkemper MM, Chang L. Do fluctuations in ovarian hormones affect gastrointestinal symptoms in women with irritable bowel syndrome? Gend Med. 2009;6(Suppl 2):152–167

    10 Raedsch R, Hanisch J, Bock P, Sibaev A, Vinson B, Gundermann KJ. Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Phytopharmakons STW 5 versus Metoclopramid bei funktioneller Dyspepsie unter Praxisbedingungen – eine retrolektive Kohortenstudie. Z Gastroenterol. 2007;45:1041–1048. DOI: 10.1055/s-2007-963357 https://doi.org/10.1055/s-2007-963357

    11 Anheyer D, Frawley J, Koch AK, Lauche R, Langhorst J, Dobos G, Cramer H. Herbal Medicines for Gastrointestinal Disorders in Children and Adolescents: A Systematic Review. Pediatrics. 2017 Jun;139(6):e20170062. doi: 10.1542/peds.2017-0062. Epub 2017 May 4. PMID: 28562281. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28562281/

    12 Valmy J, Greenfield S, Shindo S, et al. Anti-inflammatory effect of chamomile from randomized clinical trials: a systematic review and meta-analysis. Pharm. Biol. 2025;63(1):490–502. DOI: 10.1080/13880209.2025.2530995 https://doi.org/10.1080/13880209.2025.2530995

    13 https://www.msdmanuals.com/de/profi/gastrointestinale-erkrankungen/diagnostischer-zugang-bei-patienten-mit-gastrointestinalen-beschwerden/beurteilung-des-gastrointestinalpatienten

    14 https://www.msdmanuals.com/de/heim/verdauungsst%C3%B6rungen/symptome-von-verdauungsst%C3%B6rungen/chronische-bauchschmerzen-und-rezidivierende-bauchschmerzen

    15 https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/bauchschmerzen/untersuchungen-diagnose.html

    16 Natesan S, Lee J, Volkamer H, Thoureen T. Evidence-Based Medicine Approach to Abdominal Pain. Emerg Med Clin North Am. 2016 May;34(2):165-90. doi: 10.1016/j.emc.2015.12.008. PMID: 27133239. https://doi.org/10.1016/j.emc.2015.12.008 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27133239/17

    17 Fernandes AJT, Farrell AL, Naveh SV, Chakraborty S. Stress reduction and psychological therapy for irritable bowel syndrome: a scoping review. Front Gastroenterol. 2024;3:1342888. DOI: 10.3389/fgstr.2024.1342888 https://doi.org/10.3389/fgstr.2024.1342888

    18 Akin M, Price W, Rodriguez G, et al. Continuous low-level topical heat in the treatment of dysmenorrhea. J Reprod Med. 2004;49(9):739–745

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