Mariendistel
(Cardui Mariae Fructus)

Mariendistel mit der Zahl neun

Mariendistelfrüchte: Starker Schutz für die Zellen

Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler. Die in der Medizin verwendete Art ist die Echte Mariendistel Silybum marianum. Es werden dabei die Früchte (Silybum fructus) genutzt. Einer Legende nach stammen die weißen Streifen auf den Blättern der Mariendistel von der Milch der Jungfrau Maria. Als die Jungfrau Maria ihr Kind stillte, fielen einige Tropfen Milch auf die Distel. Dort bildeten sich weiße Flecken, die heute so typisch für die Pflanze sind. So erhielt die Pflanze ihren Namen.

In der Antike war die Mariendistel vorwiegend als Gemüse bekannt. Wegen ihrer wohlschmeckenden, essbaren Hüllkelchblätter und den Blütenboden wurde Mariendistel auch "Wild-Artischocke" genannt. Mariendistel wurde seit der Antike auch als Heilmittel eingesetzt, z. B. empfahl Dioscorides sie gegen Schlangenbisse und Plinius d. Ä. zur „Gallenabfuhr“. Seit dem Mittelalter wird sie für die Leber verordnet.

Als fester Bestandteil in Iberogast® "Classic" entfalten die Extrakte der Mariendistel ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

    Ursprünglich in den felsigen Bergen des Mittelmeerraums beheimatet, hat sich die Mariendistel im Laufe der Jahrtausende stark ausgebreitet und ist heute in der ganzen Welt zu finden, von Nordamerika über Kleinasien bis nach Australien.

    Extrakte der Mariendistel haben eine starke zellschützende Wirkung und schirmen die Leberzellen vor vielen Giftstoffen ab. Der in den Früchten der Mariendistel (Silybi mariani fructus) enthaltene Wirkstoffkomplex Silymarin, der die Leberzellen vor vielen Giftstoffen schützt, verhalf der Mariendistel dazu, als wirksames, natürliches Lebermittel bekannt zu werden. Die Extrakte werden sogar als Gegengift bei Vergiftungen mit zytotoxischen Pilzen (Amanita phalloides und verwandte Arten) eingesetzt.

    Ein Tee kann auch gegen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl helfen. In Fertigarzneimitteln kommt der Wirkkomplex Silymarin höher konzentriert vor.

    In Iberogast® "Classic" werden Mariendistelfrüchte vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Eigenschaften eingesetzt. Zudem tragen sie dazu bei, die Produktion der Säure im Magen zu regulieren und die Darmbewegungen zu aktivieren.

    Der nachfolgenden Tabelle können Sie die verschiedenen Wirk-Beiträge von Mariendistelfrüchten in Iberogast® "Classic" entnehmen:

    Wirk-Beitrag Iberogast® "Classic"
    Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
    Blatt
    Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt  
    Säureregulierung
    Blatt
    Entzündungshemmung
    Blatt x2
    Schutz der Magen-Darm-schleimhaut
    Blatt x3

    Legende: 

    Starke Wirkung
    Blatt x3
    Mittlere Wirkung
    Blatt x2
    Leichte Wirkung
    Blatt


    Mariendistelfrüchte tragen zusammen mit anderen Heilpflanzen in Iberogast® "Classic" dazu bei schnell und effektiv besonders von akuten funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Beschwerden, wie sie z.B. nach einem schweren Essen oder auf Reisen vorkommen können, zu befreien.
    Verschaffen Sie sich auf der Seite zum Thema Heilpflanzen einen Überblick über die Zusammensetzung und die Konzentration der verschiedenen Heilpflanzen Iberogast® "Classic".

    Für die pharmazeutische Herstellung von Iberogast®"Classic" werden Mariendistel-Früchte aus dem Anbau eingesetzt. Der Anbau erfolgt überjährig in Europa, u.a. in Deutschland. Durch den überjährigen Anbau reduzieren sich auf dem Feld Bodenerosion sowie Nährstoffauswaschung. Mariendistel kann auf unterschiedlichsten Böden kultiviert werden und stellt nur geringe Ansprüche an den Standort. Die Mariendistel stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum, weswegen sie sonnige Standort bevorzugt. Eine Aussaat erfolgt im ersten Jahr ab Frühherbst. Gleichzeitig ist bei einem zweijährigen Anbau eine gute Wasserversorgung zu gewährleisten, damit sich gesunde Pflanzen etablieren und gut durch den Winter kommen.

    Die Mariendistel bringt im 2. Anbaujahr wunderschöne, violette Blüten hervor, welche stark von Hummeln und Bienen besucht werden.

    Sobald die Hüllblätter trocknen und die ersten Blütenköpfe weiße Spitzen zeigen, muss im August mit der Ernte begonnen werden. Die Ernte der Früchte erfolgt mechanisch per Mähdrescher.Die Trocknung erfolgt mittels unterschiedlicher, schonender Trocknungsverfahren, um die Qualität der Samen zu erhalten und hohe Gehalte an wertvollen Inhaltsstoffen sicherzustellen.

     

    Mariendistel

    Interessantes zum Thema Mariendistelfrüchte

    Wussten Sie schon, dass:

    • Die Mariendistel wegen ihrer artischockenähnlichen Blütenköpfen auch als „wilde Artischocke“ bezeichnet wird?
    • Sie in den Mittelmeerländern, Nordafrika, Kleinasien und Südrussland ursprünglich beheimatet ist?
    • Mittlerweile auch in Deutschland, Österreich und Osteuropa Mariendisteln kultiviert und geerntet werden?
    • Die bis zu 1,5 Meter hohe Mariendistel zur Familie der Korbblütler gehört und mit ihren großen, rötlich-violetten Blütenköpfen und den marmorierten Blättern auch eine beliebte Garten- und Zierpflanze ist?
    • Die Mariendistel in freier Natur vor allem an warmen, sonnigen Plätzen auf nährstoffreichen Böden wächst? Ihre Blütezeit von Juni bis September ist?