Kamillenblüten
(Matricariae flos)

Kamillenblüten mit der Zahl zwei

Kamillenblüten: Vielfältig eingesetzter Inhaltsstoff

Die Kamille gehört zur Familie der Korbblütler. Die in derMedizin verwendete Art ist die Echte Kamille, Matricaria recutita. Es werden dabei die Blütenköpfchen (Matricariae flos) genutzt. Die Echte Kamille wird seit der Antike als Arzneipflanze verwendet und geht in ihrer Beschreibung auf die alten Ägypter, Römer und Griechen zurück. Historisch gesehen wurde sie zur Behandlung vieler Erkrankungen eingesetzt, darunter, aber nicht nur, Halsschmerzen, Erkältungssymptome in der Brust, Zahnfleischentzündungen, Schlaflosigkeit und Magengeschwüre.
Als fester Bestandteil in Iberogast® Classic und Iberogast® Advance entfalten die Extrakte der Kamillenblüten ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

Herkunft

Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Süd- und Osteuropa und im Nahen Osten. Mittlerweile ist sie jedoch in ganz Europa, Nordamerika und auch in Australien weit verbreitet. Die Echte Kamille wächst wild bodennah - heute kann man sie oft in der Nachbarschaft städtischer Kräutergärten entdecken.

Medizinische Verwendung

Ob entzündungsbedingte Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreizungen - Kamillenblütenextrakte können eine Vielzahl von Beschwerden lindern. Sie haben besonders eine schleimhautschützende und entzündungshemmende Wirkung.

Als Ölkann Kamille helfen, Schwellungen zu reduzieren und das Bakterienwachstum stoppen. Auch als Mundspülung kann Kamillenextrakt eingesetzt werden, um Beschwerden wie Mundwunden und Zahnfleischentzündungen zu behandeln. Als Salbe ist Kamille zudem für eine gereizte Haut beliebt. Zur Linderung von Erkältungen wirkt sie als Inhalation desinfizierend, entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.
In Form von Sitzbädern kann die Heilpflanze Beschwerden mildern, die von Hämorriden oder Infektionen im Anal-und Genitalbereich ausgelöst werden.

Wirkweise in den Iberogast® Produkten

Nicht ohne Grund ist Echte Kamille ein wichtiger Bestandteil in den Produkten von Iberogast®. Denn Kamillenblüten besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und schützen die Magen-Darm-Schleimhaut. Dazu regulieren Kamillenblüten die Säureproduktion des Magens. Außerdem wirken sie beruhigend und krampflösend und können aber gleichzeitig die Beweglichkeit (Motilität) des Magens steigern und ihn so in Schwung bringen.

Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Wirk-Beiträge von Kamillenblütenextrakt in Iberogast® entnehmen:

Wirk-Beitrag Iberogast® Classic und Iberogast® Advance
Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt x2
Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt x2
Säureregulierung 
Blatt x3
Entzündungshemmung
Blatt x3
Schleimhautschutz
Blatt x3

Legende: 

Starke Wirkung
Blatt x3
Mittlere Wirkung
Blatt x2
Leichte Wirkung
Blatt


Erfahren Sie hier, wie sich beide Produkte in ihrer Zusammenstellung und Konzentration der Heilpflanzen unterscheiden.

Anbau & Ernte für die Verwendung in den Iberogast® Produkten

Für die pharmazeutische Verarbeitung der Iberogast® Produkte stammen Kamillenköpfe i.d.R. aus kontrolliertem Anbau. Wichtige Anbauländer in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Ägypten, Argentinien, aber auch Deutschland und Kroatien. Die Echte Kamille wird vor allem auf sandigen Lehmböden vom Typ Schwarzerde angebaut. Der Anbau erfolgt entweder durch die Pflanzung von Jungpflanzen (z.B. in Ägypten) oder durch Samenaussaat im Herbst oder Frühjahr (z.B. in Deutschland). Eine Stickstoffdüngung erfolgt meist nicht, da dadurch vorwiegend die Krautbildung (grüne Bestandteile der Pflanze) begünstigt und die mechanische Ernte beeinträchtigt wird. In den Blütenbestandteilen befinden sich Drüsenschuppen, in denen das ätherische Öl gespeichert ist. Der hohle, kegelförmig gewölbte Blütenboden und der Apfelgeruch unterscheiden die echte Kamille von anderen Kamille Arten.

Der optimale Erntezeitpunkt ist gegeben, wenn zwei Drittel der Blüten am Köpfchen aufgeblüht sind. Die Blütenköpfe werden entweder händisch geerntet (z.B. Ägypten) oder aber maschinell mit einem umgebauten Mähdrescher gepflückt (z.B. Deutschland). Wichtig ist dabei, dass die Kamillenköpfe möglichst ohne Stielanhang geerntet werden, denn Stiele beeinträchtigen die Qualität des Rohstoffes. Kamillenbestände werden meist mehrfach geerntet, denn nach jeder Ernte bilden die Pflanzen Seitensprossen mit neuen Blütenköpfen. Die Trocknung erfolgt nach unterschiedlichen Trocknungsmethoden (z.B. unter freiem Himmel, per Horden-oder Bandtrockner) und kurzfristig nach der Ernte, da sich anderenfalls die Inhaltsstoffe stark verändern können. Zu hohe Trocknungstemperaturen vermindern den Gehalt an Inhaltsstoffen, insbesondere der wertvollen ätherischen Öle.

Kamillenblüten

Interessantes zum Thema Kamillenblüten

Wussten Sie schon, dass:

  • die Echte Kamille einigen verwandten Kamillenarten, wie zum Beispiel der Römischen Kamille oder der Acker-Hundskamille, sehr ähnlich ist? Der strenge Geruch der Hundskamille unterscheidet sich eindeutig vom angenehmen, charakteristischen Duft von Blüten der Echten Kamille.
  • die Kamillenblüten bereits im alten Ägypten wegen ihres gelben Blütenköpfchens und der weißen Blütenblätter als Blumen des Sonnengottes „Re“ bekannt waren?
  • die Echte Kamille ihr Ansehen als Heilpflanze den alten Griechen verdankt?
  • ihre ursprüngliche Heimat in Süd-und Osteuropa sowie in Vorderasien liegt? Mittlerweile ist sie jedoch in ganz Europa, Nordamerika und auch in Australien verbreitet.
  • die Echte Kamille bevorzugt auf nährstoffreichen Lehm-und Tonböden wächst?
  • sie zehn bis fünfzig Zentimeter groß wird, mit einem stark verzweigten Stängel?
  • durch die intensive Zucht für Arzneizwecke seit dem späten 20. Jahrhundert verschiedene Sorten der Echten Kamille entstanden sind?