Pfefferminzblätter 
(Menthae piperitae folium)

Pfefferminze mit der Zahl drei

Pfefferminzblätter: Erfrischung aber auch Medizin

Die Pfefferminze gehört zur Familie der Lippenblütler. Die heutzutage in der Medizin verwendete Art ist die Mentha x piperita. Dafür werden die Blätter genutzt (Menthae folium). Die Minze ist keineswegs eine Neuentdeckung, wenn es um Heilpflanzen geht. Schon zu Zeiten der alten Ägypter wurde sie geschätzt: In ihren Gräbern fand man Reste von Minzblättern als Grabbeigaben. Zum Einsatz kommen sie in vielen Bereichen der Medizin – vor allem aber bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden.

Als fester Bestandteil in Iberogast® Classic und Iberogast® Advance entfalten die Extrakte der Pfefferminzblätter ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

Herkunft

Die Pfefferminze ist keine eigenständige Art, sondern eine Kreuzung aus Wasser- und Krauseminze und kann selbst keine fertilen Samen bilden. Sie wird daher über Stecklinge vegetativ vermehrt. Die Pfefferminze kann fast überall wachsen, bevorzugt aber feuchten Boden, in schattiger Umgebung.

Medizinische Verwendung

Extrakte von Pfefferminzblättern wirken anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend und schmerzstillend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Blähungen und Bauchschmerzen, antimikrobiell und antiviral.
Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet.
Darüber hinaus wird die Pfefferminze als Tee bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wie Husten, verwendet. Äußerlich angewendet soll verdünntes Pfefferminzöl zudem verspannte Muskeln lockern.

Wirkbeiträge in den Iberogast® Produkten

Die Pfefferminze wird in den Iberogast® Produkten vor allem aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Eigenschaften geschätzt. Zudem kann der Extrakt aus Pfefferminzblättern die Säureproduktion im Magen regulieren, antiulzerogen und krampflösend wirken. Die in Pfefferminze enthaltenen Antioxidantien tragen darüber hinaus dazu bei, unsere Zellen gesund zu halten, indem sie freie Radikale abfangen.

Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Wirk-Beiträge von Pfefferminzblättern in Iberogast® entnehmen:

Wirk-Beitrag  Iberogast® Classic und Iberogast® Advance
Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt  
Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt  
Säureregulierung
Blatt x3
Entzündungshemmung
Blatt x3
Schleimhautschutz
Blatt x2

Legende: 

Starke Wirkung
Blatt x3
Mittlere Wirkung
Blatt x2
Leichte Wirkung
Blatt

 

In Iberogast® Advance liegt der Extrakt aus Pfefferminzblättern in einer erhöhten Konzentration vor. Das sorgt dafür, dass das Produkt besonders entzündungshemmend wirkt und die Magen-Darm-Schleimhaut gut geschützt wird.
Erfahren Sie hier, wie sich beide Produkte in ihrer Zusammenstellung und Konzentration der Heilpflanzen unterscheiden.

Anbau & Ernte für die Verwendung in den Iberogast® Produkten

Für die pharmazeutische Herstellungder Iberogast® Produkte werden Pfefferminzblätter aus dem Anbau eingesetzt. Der Anbau erfolgt mehrjährig (bis zu 3 Jahre) aus den USA, aber auch Deutschland. Pfefferminze liebt feuchtkühle, aber auch wärmere Gebiete mit ausreichender Feuchtigkeit. Humose, aber auch lehmige bis sandige Böden sind geeignet für den Pfefferminzanbau. Pfefferminze benötigt ausreichend Feuchtigkeit, da die Pflanze aufgrund des flachen Wurzelsystems schlecht Wasser aufnehmen kann. Der Anbau erfolgt i.d.R. mittels Stolonen (Wurzelteile), durch bewurzelte Stecklinge oder Jungpflanzen. Am häufigsten werden neue Anbauflächen durch Stolonen angelegt. Zur Pflanzung von Stolonen benötigt die Pfefferminze ein gut vorbereitetes Pflanzbett mit einer guten Bodenstruktur und guter Wasserführung. Im Oktober werden die Wurzelteile in ca. 10 cm Tiefe gepflanzt.

Der optimale Zeitpunkt der Ernte liegt kurz vor oder bis zum Beginn der Blüte. Zu diesem Zeitpunkt ist der höchste Gehalt an Inhaltsstoffen, insbesondere des ätherischen Öls, wie Menthol, zu erwarten. Der Erntetermin liegt im ersten Jahr jeweils im Juli und im September und im zweiten Jahr im Juni und zwischen August und September. Das Pfefferminzkraut wird möglichst im trockenen Zustand mit einem Mählader unzerkleinert geerntet und auf einem Transportwagen übergeladen. Das Kraut wird von Stängeln getrennt, so dass nur die Blattware mittels unterschiedlicher Trocknungsverfahren getrocknet wird. Hierbei ist auf schonende Trocknung zu achten, um wertvolle Inhaltsstoffe zu konservieren.

Pfefferminze

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Wussten Sie schon, dass:

  • die besonders heilkräftige, berühmte Pfefferminze im 17. Jahrhundert in England durch eine Kreuzung verschiedener kultivierter Minzarten entstand?
  • die Pfefferminze, wie wir sie verwenden, in der freien Natur nicht wild vorkommt?
  • sich die verschiedenen Minzarten vor allem in der Konzentration und Zusammensetzung ihrer wertvollen ätherischen Öle unterscheiden?
  • die Pfefferminze eine Wuchshöhe von 30 bis 70 Zentimetern erreicht und an ihrem starken, aromatischen Geruch zu erkennen ist?
  • sie zwischen Juni und August lilafarben blüht?
  • die Pfefferminze alle drei Jahre umgepflanzt werden muss, um zu verhindern, dass sie zu einer krausblättrigen, wirkstoffarmen Minzeart verwildert?