Blähungen – zu viel „Luft“ im Bauch

Ein Mann mitJeanshemand schaut nach links und lächelt nachdem er nicht mehr unter Blähungen leidet.

Blähungen sind unangenehm, gehören aber zum Leben dazu und sind kein Grund, sich deswegen zu genieren. Allerdings können diese auch das übliche Maß übersteigen und zu Schmerzen und Bauchkrämpfen führen. Zudem lassen sich Blähungen oft nur schwer vor dem Umfeld verbergen. Den Betroffenen ist das meist äußerst unangenehm, selbst wenn es im Grunde etwas ganz Natürliches ist. Doch was kann man gegen Blähungen tun und wie entstehen Blähungen

Was hilft gegen Blähungen?

Um die Häufigkeit von Blähungen zu reduzieren und die Ursachen zu behandeln, gibt es mehrere Ansätze. Wirksame Abhilfe versprechen unter anderem rezeptfreie pflanzliche Mittel, die entblähend wirken, aber auch unterschiedliche Hausmittel. Wer ständig unter Blähungen leidet, sollte seine Ernährungsgewohnheiten und Lebensweise unter die Lupe nehmen.

Pflanzliche Arzneimittel gegen Blähungen

Da die häufigste Ursache von Blähungen zumeist bestimmte Lebensmittel sind, empfiehlt sich, eine Umstellung der Ernährung. Der unterstützende Einsatz pflanzlicher Arzneimittel ist ebenfalls sehr sinnvoll und kann die Linderung der Beschwerden beschleunigen. Der Magen-Darm-Trakt gerät aus unterschiedlichen Gründen sehr leicht aus dem Gleichgewicht. Blähungen kommen meist nicht allein, sondern sind häufig verbunden mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen. Hier können pflanzliche Arzneimittel eine effektive Behandlung bieten, da sie an verschiedenen Stellen des Magen-Darm-Trakts ansetzen. Besonders , z. B. nach einem deftigen Essen, auf Reisen oder infolge von Magen-Darm-Infekten bietet das seit über 60 Jahren bewährte Iberogast® Classic aufgrund seiner besonders motilitätsregulierenden Wirkeigenschaften zuverlässige und schnelle Hilfe.

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Schnell und zuverlässig, besonders bei akuten Magen-Darm-Beschwerden

Treten die lästigen Blähungen häufig auf und/oder ist der Magen-Darm-Trakt auf Dauer empfindlich gereizt zum Beispiel durch einen Reizmagen oder Reizdarm? Hier kann Iberogast® Advance besonders gut Linderung schaffen. Seine Rezeptur aus beruhigenden Heilpflanzenextrakten ist gerade bei Beschwerden im Zusammenhang mit anhaltenden Belastungssituationen und Stress eine gute Wahl. Es beruhigt den gereizten Magen und Darm ab der ersten Einnahme und bringt die Verdauung längerfristig wieder zurück ins Gleichgewicht.

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Besonders wirksam bei häufigen
Magen-Darm-Beschwerden

Ergänzende Hausmittel gegen Blähungen

Blähungen sind mehr als nur eine gelegentliche Flatulenz. Immerhin können die Ursachen vielfältig sein. Als Ergänzung zu den pflanzlichen Arzneimitteln von Iberogast® können bei Blähungen auch Hausmittel eingesetzt werden. Das Gute ist, dass diese leicht anwendbar sind und eine Alternative sind, wenn nichts anderes zur Hand ist:

  • Wärme
    Sie lindert die Schmerzen und beruhigt die angespannte Muskulatur in der Bauchregion. Eine kuschelige Wärmflasche oder, besonders für Kinder, ein warmes Kirschkernkissen können Abhilfe schaffen.
  • Bauchmassage im Uhrzeigersinn
    Massieren Sie Ihren Bauch im Uhrzeigersinn. Dadurch schieben Sie die „Luft“ (den anatomischen Strukturen des Dickdarms folgend) zum Ausgang. Das kann gerade dann helfen, wenn der Bauch durch die „Luft“ regelrecht gebläht ist und diese einfach nicht hinauswill. Übrigens auch eine gute und dezente Methode, wenn Sie unterwegs sind und keine anderen Möglichkeiten der Behandlung haben (1).
  • Tee
    Beruhigende Tees aus Fenchel, Anis und Kümmel helfen gut gegen Bauchschmerzen und Blähungen. Auch Kamillentee lindert die Symptome.
  • Sport und Bewegung
    Wie bereits angedeutet sind Sport und Bewegung im Allgemeinen sehr gut, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Bewegung hilft gegen Verstopfung und die „Luft“ kann, ohne Stress oder dass es unangenehm sein müsste, entweichen.
  • Ingwerwurzelstock
    Ingwer ist einer der Immun-Booster aus der Natur. Seine ätherischen Öle und wertvollen Inhaltsstoffe, wie Gingerole und Shogaole, könne bei bei vielen Erkrankungen helfen. Kauen Sie ein Stück Ingwer für einige Minuten. Sie können auch einen Tee daraus zubereiten, wenn Ihnen die Knolle zu scharf ist. Ingwer wird traditionell unter anderem angewendet bei Verdauungsbeschwerden und auch zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen (2).

Behandlung von Blähungen

Die Symptome von Blähungen können in die Irre führen. Nicht selten wird eine ernste Krankheit dahinter vermutet. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nur um die „Luft“ im Bauch, von der es zu viel gibt aus unterschiedlichen Gründen. Die Behandlung besteht hierbei in der Linderung der Symptome. Um es kurz zu machen: Die „Luft“ muss raus und es sollte weniger produziert werden. Nutzen Sie dafür die vielfältigen bereits genannten Möglichkeiten. Sorgen Sie aber auch vor, in dem Sie Ihre Ernährung anpassen und blähende Lebensmittel meiden bzw. reduzieren. Damit können Sie regelmäßig auftretende Blähungen in den Griff bekommen. Und vergessen Sie nicht, die „Luft“ auch mal rauszulassen. Wer den ganzen Tag seine natürlichen Flatulenzen unterdrückt, leidet nicht selten am Abend unter Bauchschmerzen.

Sollten die Blähungen lange andauern, ist auch der Gang zum Arzt nicht verkehrt. Dieser kann gemeinsam mit Ihnen abklären, ob die Blähungen im Zusammenhang mit einem bestimmten Lebensmittel, mit Stress oder mit Krankheiten in Verbindung stehen.

Was essen bei Blähungen?

Da Blähungen viel mit der Ernährung zu tun haben können, ist die Wahl der richtigen Nahrung wichtig. Das Problem: Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel. Allgemein sind folgende Lebensmittel bekannt dafür, gegen Blähungen zu helfen:

  • frischer Fenchel
  • Kartoffeln
  • Broccoli (obwohl er eine Kohlpflanze ist)
  • Zucchini
  • Möhre
  • Tomaten
Was essen bei Blähungen

Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke und garen Sie Ihre Speisen. Rohkost ist zwar gesund, begünstigt aber Blähungen (3).

Wie entstehen Blähungen?

Grundsätzlich sind Blähungen (Flatulenzen) immer dann möglich, wenn sich zu viel „Luft“ im Bauch ansammelt. Wann es genau zu spürbaren Beschwerden kommt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich und hängt zu einem großen Teil vom persönlichen Empfinden ab. Eine kleine Menge an Gasen im Darm zu haben, das ist völlig normal, denn Sie gehören zu einer gesunden Verdauung dazu.

Die im Darm angesiedelten Bakterien sind dabei entscheidend an der Gasbildung beteiligt. Werden für den Körper nicht verwertbare Ballaststoffe oder große Mengen an Eiweißen und Kohlenhydraten zersetzt, sind sie an der Reihe. Die Darmbakterien verstoffwechseln die Nahrungsbestandteile kurzerhand selbst. Das Problem: Sie bilden dabei Gase. Der Großteil dieser Gase wird über das Blut zur Lunge transportiert und dort ausgeatmet – der Rest geht als Flatulenzen über den After ab.

Probleme entstehen erst, wenn die Menge an Gasen im Darm das normale Maß übersteigt oder der Darm diese Menge nicht gut weitertransportieren kann. Der Darm bläht sich auf und beginnt zu schmerzen, dabei kann er sogar auf den Magen drücken und dort Schmerzen verursachen. Von außen ist oft ein deutlicher Blähbauch (Meteorismus) zu erkennen. Daraufhin kann es zu vermehrtem Auftreten von Flatulenzen kommen. Viele Betroffene leiden außerdem an Völlegefühlen.

Zwei zufriedene Frauen pflücken Blumen auf einem Feld.

Die Symptome bei Blähungen

Blähungen kündigen sich wie diffuse Bauchschmerzen im Oberbauch an. Gerne werden diese darum auch mit Magenschmerzen oder Koliken verwechselt. Aufgrund der unklaren Lokalisation der Schmerzen und des nicht gleich erkennbaren Zusammenhangs, stellen Betroffene rasch Verdachtsdiagnosen. Vor allem dann, wenn die Blähungen über mehrere Tage anhalten. Das ist insbesondere bei einer Nahrungsumstellung, einer Unverträglichkeit oder einer Infektion der Fall. Die Symptome (4) im Überblick:

  • plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Oberbauch
  • hörbare Darmgeräusche
  • wandernde Schmerzen
  • ein aufgeblähter Bauch
  • vermehrte Flatulenzen
  • z. T. deutlich unangenehmerer Geruch als bei „normalen“ Blähungen

Die Ursachen von Blähungen

Nicht immer sind allein die Darmbakterien schuld: Wer viel Kaugummi kaut oder sehr schnell isst, verschluckt zwangsläufig auch viel Luft. Wenn der Magen diese nicht über die Speiseröhre wieder heraus befördert, wandert sie vom Magen weiter in den Darm und kann dort für unangenehme Blähungen und Bauchschmerzen sorgen. Auch ein Übermaß an ungesunden und fettreichen oder schwer verdaulichen Lebensmitteln oder eine allzu abrupte Umstellung der Ernährung können den Magen-Darm-Trakt überfordern und zu Blähungen führen– denn dann bekommen die Darmbakterien besonders viel Arbeit. Weitere Ursachen sind:

  • Stress
    Wer unter großer psychischer Belastung steht, bekommt es häufig auch mit Verdauungsbeschwerden zu tun – denn die innere Anspannung und eine angespannte Atmung können auch die Abläufe im Magen-Darm-Trakt beeinflussen (5).
  • Nahrungsmittel-Intoleranz
    Vor allem die Unverträglichkeiten von Laktose und Fructose sorgen für Blähungen: Beide Zucker gelangen aufgrund der Intoleranz unverdaut durch den Verdauungstrakt. Die Bakterien im Darm freuen sich über diese zusätzliche Nahrung – und bilden besonders viele Gase (6).
  • Ungleichgewicht in der Darmflora
    Auch wenn die Darmflora durcheinandergeraten ist (zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika), kann sich das in Form von Blähungen äußern. Denn diese Medikamente greifen nicht nur die schädlichen Bakterien an: Auch die nützlichen Bakterien des Magen-Darm-Trakts werden geschwächt. Erholt sich die Darmflora nur unausgewogen von diesem Eingriff, gerät das komplexe Gleichgewicht im Darm aus dem Takt und einzelne Darmbakterien vermehren sich unter Umständen zu stark, so dass ein Ungleichgewicht in der Darmflora entsteht. Viele Darmbakterien mancher Arten bedeuten für den Betroffenen letztendlich auch mehr Blähungen.
  • Hormonelle Schwankungen
    Viele Frauen erleben in ihrem Menstruationszyklus ebenfalls einen aufgeblähten Bauch und vermehrte Blähungen – insbesondere vor Einsetzen der Periode und bei PMS (prämenstruellen Störungen) (7).

Neben diesen Faktoren können auch bestimmte Krankheiten Blähungen auslösen, z. B.:

  • Reizdarmsyndrom
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Galle oder Leber
  • Darmverschluss
  • Darmkrebs

Abhängig vom tatsächlichen Auslöser bleiben Blähungen nicht unbedingt die einzigen Beschwerden, welche die Betroffenen plagen. Daneben können auch noch Darmgeräusche, Darmkrämpfe, Völlegefühl, Bauchschmerzen und Stuhlveränderungen (Durchfall oder Verstopfung) auftreten.

Quellen

(1)Lämås K, Lindholm L, Stenlund H, Engström B, Jacobsson C. Effects of abdominal massage in management of constipation--a randomized controlled trial. Int J Nurs Stud. 2009 Jun;46(6):759-67. doi: 10.1016/j.ijnurstu.2009.01.007. Epub 2009 Feb 12. PMID: 19217105., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19217105/

(2)Anh NH, Kim SJ, Long NP, et al. Ginger on Human Health: A Comprehensive Systematic Review of 109 Randomized Controlled Trials. Nutrients. 2020;12(1):157. Published 2020 Jan 6. doi:10.3390/nu12010157, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7019938/

(3)Price KR, Lewis J, Wyatt GM, Fenwick GR. Flatulence--causes, relation to diet and remedies. Nahrung. 1988;32(6):609-26. doi: 10.1002/food.19880320626. PMID: 3068547., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3068547/

(4)JOHN M. WILKINSON, MD; ELIZABETH W. COZINE, MD; and CONOR G. LOFTUS, MD, Mayo Clinic Alix School of Medicine, Mayo Clinic College of Medicine and Science, Rochester, Minnesota, Am Fam Physician. 2019 Mar 1;99(5):301-309., https://www.aafp.org/afp/2019/0301/p301.html

(5)Jiang Y, Greenwood-Van Meerveld B, Johnson AC, Travagli RA. Role of estrogen and stress on the brain-gut axis. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol. 2019;317(2):G203-G209. doi:10.1152/ajpgi.00144.2019, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6734369/

(6)Di Costanzo M, Berni Canani R. Lactose Intolerance: Common Misunderstandings. Ann Nutr Metab. 2018;73 Suppl 4:30-37. doi: 10.1159/000493669. Epub 2019 Feb 19. PMID: 30783042., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30783042/

(7)Bitzer J. Hormone withdrawal-associated symptoms: overlooked and under-explored. Gynecol Endocrinol. 2013 Jun;29(6):530-5. doi: 10.3109/09513590.2012.760194. Epub 2013 Feb 20. PMID: 23421366., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23421366/