Schöllkraut
(Chelidonium Majus)

Schöllkraut mit der Zahl sieben

Schöllkraut: Bringt die Verdauung in Schwung 

Das Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse. Die in der Medizin verwendete Art ist das Große Schöllkraut, Chelidonium majus. Es werden dabei die oberirdischen Pflanzenteile (Chelidonii herba) genutzt. Die Heilkraft des Schöllkrauts ist bereits seit der Antike bekannt. In der westlichen Volksmedizin wurde der intensiv orange gefärbte Schöllkrautsaft auf die Augenlider gestrichen, um die Sehkraft zu erhalten; auch diente er als Mittel zur Bekämpfung von Warzen. Zur Verbesserung der Durchblutung kam die Pflanze hingegen bei der traditionellen chinesischen Medizin zum Einsatz.

Schöllkraut ist auch im pflanzlichen Arzneimittel Iberogast® Classic enthalten. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

Herkunft

Das Kraut stammt ursprünglich sowohl aus Mitteleuropa als auch aus Asien. Heute findet man Schöllkraut in ganz Europa. Siedler brachten es auch nach Nordamerika.

Medizinische Verwendung

Heute ist Schöllkraut eine anerkannte Heilpflanze zur Linderung bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Wegen der spasmolytischen und anregenden Wirkungen der Schöllkraut-Inhaltsstoffe wurden Zubereitungen aus der Krautdroge innerlich bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Traktund im Bereich der Gallenwege eingesetzt.

Das Schöllkraut kann die Beweglichkeit (Motilität) des Magens steigern und so die Verdauung in Schwung bringen. Gleichzeitig haben die enthaltenen Inhaltsstoffe (Bitterstoffe, Alkaloide und Flavonoide) eine beruhigende, krampflösende und galletreibende Wirkung auf den Verdauungstrakt. Des Weiteren können die in Schöllkraut enthaltenen Antioxidantien dazu beitragen, unsere Zellen gesund zu halten, indem sie freie Radikale abfangen.

Wirkbeiträge in Iberogast® Classic

Neben den vor allem im Magen-Antrum Bereich ausgeprägten motilitätsfördernden Eigenschaften, ist für Schöllkraut auch eine entzündungshemmende Wirkungin Iberogast® "Classic" gezeigt worden, welche dazu beiträgt, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Zudem trägt es dazu bei, die Produktion der Magensäure zu regulieren.

Der nachfolgenden Tabelle können Sie die verschiedenen Wirk-Beiträge von Schöllkraut in Iberogast® Classic entnehmen:

Wirk-Beitrag Iberogast® Classic
Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt x3
Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt
Säureregulierung
Blatt x3
Entzündungshemmeung
Blatt
Schutz der Magenschleimhaut  

Legende: 

Starke Wirkung
Blatt x3
Mittlere Wirkung
Blatt x2
Leichte Wirkung
Blatt

 

Vor allem aufgrund der motilitätsfördernden Eigenschaften ist Schöllkraut ein fester Bestandteil von Iberogast® Classic. Zusammen mit anderen Heilpflanzen trägt das Schöllkraut in Iberogast® Classic dazu bei, dass die Bewegung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt angeregt wird. Auf diese Weise können besonders akute, speziell motilitätsbedingte Magen-Darm-Beschwerden schnell und effektiv gelindert werden.

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die in Iberogast® Classic enthaltenen Heilpflanzen, denn erst im Zusammenspiel mit acht weiteren Extrakten, kann das pflanzliche Arzneimittel seine bewährte Gesamt-Wirkung entfalten.

Anbau & Ernte für die Verwendung in Iberogast® Classic

Für die pharmazeutische Herstellung von Iberogast® Classic wird das Schöllkraut aus der kontrollierten Wildsammlung eingesetzt. Diese erfolgt meist in Europa, hauptsächlich in Polen und Ungarn. Das Schöllkraut tritt dort als natürlich vorkommende Pflanze, hauptsächlich an Waldsäumen, auf. In vorher definierten Sammelgebieten wird das Schöllkraut händisch gesammelt und zum Verarbeitungsbetrieb verbracht. Gesammelt wird die gesamte oberirdische Biomasse. Das Schöllkraut ist mehrjährig und wächst nach dem Schnitt wieder erneut aus der Wurzel auf und produziert zusätzlich per Samen im gleichen Jahr Nachkommen, wodurch eine Reproduktion der Pflanzen langfristig sichergestellt ist.

Im Verarbeitungsbetrieb wird das Schöllkraut schonend durch verschiedene Trocknungsverfahren getrocknet und aufbereitet. So kann die hohe Qualität des Schöllkrauts sichergestellt werden.

Schöllkraut

Interessantes zum Thema Schöllkraut

Wussten Sie schon, dass:

•    Die lateinische Bezeichnung von Schöllkraut auf die Worte „coeli donum“ zurückgeht, was so viel wie Himmelsgabe bedeutet?

•    „Chelidonium“, der botanische Name des Schöllkrauts, von dem griechischen Wort „Chelidon“ für Schwalbe abstammt? Seit der Antike hält sich hierzu die Legende, dass Schwalbenmütter ihren anfangs blinden Jungen die Augen mit dem Saft des Schöllkrauts öffnen.

•    Das Kraut ursprünglich aus Mittel-Europa sowie aus Asien stammt? Heute ist Schöllkraut in ganz Europa zu finden. Siedler brachten es außerdem nach Nordamerika.

•    Schöllkraut etwa 50 Zentimeter hoch wächst, und zwar bevorzugt in der Nähe von Wohngebieten?

•    Chelidonium majus von Ende April bis September leuchtend gelb blüht?

•    Man die Pflanze eindeutig an dem streng riechenden, orangegelben Milchsaft erkennt, der aus der Pflanze tritt, wenn man sie abknickt?