Melissenblätter Wirkung | Iberogast® Advance und Iberogast®

Melissenblätter
(Melissae Folium)

Melissenblätter mit der Zahl fünf

Melissenblätter: Angenehmer Duft & sanfte Beruhigung für Magen und Darm

Die Melisse gehört zur Familie der Lippenblütler. Die in der Medizin verwendete Art ist die Zitronenmelisse, Melissa officinalis. Es werden dabei die Blättergenutzt. Schon in der Antike waren Melissenblätter (Melissae folium) als Hilfe gegen Beschwerden wie Magen- und Herzleiden sowie Nervosität bekannt. Wegen ihrer vielfachen Heilwirkung musste Melisse im Mittelalter auf eine Verordnung Karls des Großen hin sogar in jedem Klostergarten Europas angebaut werden. Damals war das ätherische Öl der Melisse, das aus den Blättern gewonnen wird, auch als flüssiges Gold bekannt. Ihr zitronenartiger Geruch brachte der Heilpflanze die Bezeichnung „Zitronenmelisse“ ein.

Als fester Bestandteil in Iberogast® Classic sowie in Iberogast® Advance entfalten die Extrakte der Melissenblätter ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Finden Sie hier weitere Informationen zu der Heilpflanze.

Herkunft

Zitronenmelisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Im Mittelalter brachten Mönche die kostbare Pflanze in deutsche Klöster, von wo aus sie sich schnell im ganzen Land verbreitete. Heute wird sie vor allem in England, Osteuropa, Amerika und Asien angebaut, und die Blätter werden häufig für medizinische Zwecke verwendet.

Medizinische Verwendung

Zitronenmelisse hat zahlreiche Wirkungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes: Zum einen wirken Extrakte aus ihren Blättern entspannend und lindern dank ihrer krampflösenden und beruhigenden Inhaltsstoffe Krämpfe. Zum anderen sind Inhaltsstoffe der Zitronen-Melisse schleimhautschützend und entzündungshemmend.

Darüber hinaus wurde für ihre Extrakte eine antivirale Wirkung gegen das Herpes-simplex-Virus nachgewiesen.

Zitronenmelisse wird auch eingesetzt bei Nervosität, um leichte Symptome von psychischem Stress zu lindern und den Schlaf zu fördern.

Wirkbeiträge in den Iberogast® Produkten

Die Melisse ist fester Bestandteil in beiden Produkten von Iberogast®. Hier wird sie vor allem aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Eigenschaften geschätzt, doch sie trägt auch zur Regulierung der Magensäure bei und wirkt motilitätsfördernd auf den Magen und krampflösend im Darm.

Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Wirk-Beiträge von Melissenblättern in Iberogast® entnehmen:

Wirk-BeitragIberogast® Classic und Iberogast® Advance
Aktivierung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt x3
Entspannung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt
Blatt
Säureregulierung
Blatt x2
Entzündungshemmung
Blatt x3
Schleimhautschutz
Blatt x2

Legende: 

Starke Wirkung
Blatt x3
Mittlere Wirkung
Blatt x2
Leichte Wirkung
Blatt

 
Durch ihre vielfältigen Wirkungen sind Melissenblätterextrakte ein unverzichtbarer Bestandteil in den Iberogast® Präparaten: Im bewährten Iberogast® Classic sowie in Iberogast® Advance, wo sie aufgrund der erhöhten Konzentration besonders entzündungshemmend und beruhigend auf den sensiblen Magen-Darm-Trakt wirken.
Verschaffen Sie sich hier einen Überblick darüber, wie sich beide Produkte in ihrer Zusammenstellung und Konzentration der Heilpflanzen unterscheiden.

Anbau & Ernte für die Verwendung in den Iberogast® Produkten

Für die pharmazeutische Herstellung der Iberogast® Produkte werden Melissenblätter aus dem kontrollierten Anbau eingesetzt. Der Anbau erfolgt mehrjährig vorwiegend in Deutschland, aber auch in Osteuropa. Melisse ist eine wärmeliebende und relativ trockenresistente Pflanze, die gut in einen sandigen bis lehmigen, aber auch humosen Boden gedeiht. Der Anbau erfolgt entweder durch Auspflanzung von Jungpflanzen, durch Stecklinge oder aber Aussaat durch Samen im Frühjahr. Jungpflanzen werden von März bis April im Gewächshaus angezogen und zwischen April bis August ausgepflanzt. Stecklinge werden durch vegetative Vermehrung von Mutterpflanzen im Gewächshaus oder im Freiland zwischen April und August erzeugt. Hierbei werden die Mutterpflanzen 3 bis 4 mal pro Jahr beschnitten und in Anzuchttöpfen gepflanzt. Sobald die Kopfstecklinge angewurzelt sind, können diese im Freiland ausgepflanzt werden. Die Aussaat durch Samen erfolgt im Mai, wenn der Boden sich schon etwas erwärmt hat.

Die Ernte erfolgt noch vor der Bildung eines Knospenansatzes mit einem umgebauten Mähdrescher. Eine spätere Ernte erhöht den Anteil an Stängeln. Nach der Ernte werden die Blätter möglichst rasch weiterverarbeitet, um ein Verderben der Pflanzen zu vermeiden. Im ersten Schritt werden die Blätter geschnitten und gereinigt. Im Nachgang werden die geschnittenen Blätter in unterschiedlichen Trocknungsverfahren schonend getrocknet, um den Verlust von Inhaltsstoffen zu vermeiden.

Melissenblätter

Interessantes zum Thema Melissenblätter

Wussten Sie schon, dass:

  • Melisse ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt? Im Mittelalter brachten Mönche die wertvolle Pflanze auch in deutsche Klöster, von wo aus sie sich rasch im gesamten Land verbreitete.
  • sie wegen der heilenden Wirkung ihrer Blätterhauptsächlich in England, Osteuropa, Amerika und Asien angebaut wird?
  • die bis zu 70 Zentimeter hohe Melisse bevorzugt in windgeschützter und sonniger Lage wächst und viel Feuchtigkeit braucht?
  • Melissenblätter wegen ihres starken Zitronendufts anziehend auf Bienen wirken? Daher wird Melisse auch als Bienenweidepflanze angebaut. Aus dem Griechischen abgeleitet, kann das Wort „melissa“ mit „Biene“ übersetzt werden.
  • die Melisse auch besonders bei Nervosität beliebt ist? Sie wirkt beruhigend, lindert Schlaflosigkeit und mildert Gefühle der Anspannung.