Motilität

Eine junge  Frau mit blonden Haaren und inem schwarz-weiß gestreiften T-Shirt schaut nach oben links und lächelt.

Motilität – der ‘Rhythmus’ der Magen-Darm-Muskulatur

“Motilität? Betrifft mich doch nicht!” Das denken sicherlich viele, wenn sie diesen weitestgehend unbekannten Begriff zum ersten Mal hören. Tatsächlich ist die Motilität aber für jeden von uns essentiell – und das ist auch gut so. Dabei handelt es sich nämlich um die genau aufeinander abgestimmten Bewegungen des Magens und des Darms. Sind diese gestört, können unangenehme Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Wir zeigen Ihnen, was es damit auf sich hat und wie Sie sich helfen können – wenn Sie doch betroffen sind.

Was ist Motilität genau?

Gelangt Essen in den Magen, fängt die Verdauung erst so richtig an. Bevor der Körper die einzelnen Bestandteile bestmöglich verwerten kann, muss Platz im Magen geschaffen werden, denn der Magen dient auch als Speicher der Nahrung – bei einer gestörten Motilität ist diese Anpassung gestört. Für die anschließende Zerlegung der Nahrung in kleinste Bausteine werden dem Speisebrei im Magen der saure Magensaft und später im Darm die einzelnen Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse hinzugefügt. Das allein reicht jedoch nicht aus: Für eine maximale Wirkung  müssen die Verdauungssäfte bereits im Magen gut mit der Nahrung durchmischt werden. Außerdem ist es unabdingbar, dass das zerlegte Essen nach jedem erfolgten Verdauungsschritt in kontrollierter Weise weitertransportiert wird.

Genau deshalb spielt die Motilität im Verdauungstrakt eine so große Rolle: Magen und Darm sind dazu in der Lage, sich aktiv zu bewegen – in Reaktion auf Position und Menge der zu verdauenden Nahrung.

Drei junge Frauen sitzen auf einer Mauer und lächelnd vergnügt. Eine Frau spielt Gitarre. Im Hintergund ist Wiese.

Die Magen- und Darm-Muskulatur sorgt für die Peristaltik, also wellenförmige Muskelkontraktionen, die den Speisebrei weitertransportieren sollen. Segmentale – auf einzelne Bereiche des Magens oder Darms begrenzte – Bewegungen mischen die Nahrung gut durch. Magensaft und Verdauungsenzyme verteilen sich so auf den gesamten Speisebrei.

Koordiniert wird diese Motilität nicht etwa vom Gehirn: Das enterische Nervensystem, also das Geflecht der Nerven im Verdauungstrakt, umfasst ungefähr genauso viele Nervenzellen wie das Rückenmark und kann unabhängig vom Gehirn agieren. Es wird deswegen auch als „Bauchhirn“ bezeichnet. Natürlich steht es über Nervenleitungen mit dem Gehirn in Verbindung und Signale können so beidseitig ausgetauscht werden.

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Was passiert, wenn die Motilität gestört ist?

Doch nicht immer funktionieren die Bewegungsabläufe in Magen und Darm reibungslos. Äußere Einflüsse oder innere Ungleichgewichte können die Motilität stören und die Muskeln dazu bringen, sich in unnatürlicher Weise zu entspannen oder zu verkrampfen. Motilitätsbedingte Störungen treten häufig z.B. nach schwerem oder ungewohntem Essen, auf Reisen oder ausgelöst durch  Magen-Darm-Infekte auf. Auch bei einem Reizmagen oder Reizdarm kommt es oft zu Motilitätsstörungen. 

Eine gestörte Magen- oder Darmmotilität führt letztendlich immer zum selben: Magen und Darm haben Schwierigkeiten, Platz für die Nahrungsmenge zu schaffen und die Entleerung des Magens kann sich  verzögern. Auch das Antrum ist in seiner Funktion als Magenpumpe eingeschränkt und der Weitertransport im Darm hat seinen Rhythmus verloren. Bei Betroffenen kann sich das durch folgende Beschwerden äußern:

•    Völlegefühl

•    Übelkeit und Erbrechen

•    Sodbrennen

•    Magenschmerzen

•    Bauchkrämpfe

•    Blähungen

Aber keine Sorgen – in der Regel sind diese Störungen gut zu behandeln. 

Sind bestimmte Krankheiten (wie Diabetes, Multiple Sklerose oder eine Schilddrüsenunterfunktion) die Ursache der Motilitätsstörungen, sind die Ursachen zwar ernst zunehmen, bestimmte Behandlungsmaßnahmen greifen dennoch. Stimmen Sie sich darüber bitte mit Ihrem Arzt ab.

Auch wenn bestimmte ernstzunehmende Krankheiten die Ursache von Motilitätsstörungen sein können: In den meisten Fällen haben sie keine feststellbare organische Ursache, sondern sind sogenannte funktionelle Störungen. Diese führen zwar zu lästigen bis quälenden Symptomen, sind aber ansonsten harmlos und lassen sich mit entsprechender Therapie gut in den Griff bekommen.

Zwei Frauen und ein Mann sitzen auf einer Wiese und picknicken. Der Mann hält eine Flasche Wein in der Hand und die Frau mit Hut ein gefülltes Glas.

Motilitätsstörung – was tun?

Eine effektive Therapie von Motilitätsstörungen muss sich zuallererst auf die zugrundeliegenden Ursachen konzentrieren. Diese zu finden, ist allerdings oft schwer – schließlich kann eine Vielzahl von Gründen hinter den Beschwerden stecken. Findet sich keine organische Ursache, richtet sich der Fokus wieder auf die Motilitätsstörungen selbst: Wie können die Beschwerden gelindert und eine koordinierte Bewegung des Magen-Darm-Trakts wiederhergestellt werden?

Bei eher akuten Magen-Darm-Beschwerden sind oft Motilitätsstörungen im Verdauungstrakt maßgeblich beteiligt. Die dabei entstehenden Symptome kommen einzeln oder in Kombination miteinander vor. Ein Verzicht auf bestimmte Lebensmittel kann sich dabei ebenso positiv auswirken wie die Umstellung der Ernährung und die Reduktion von Stress im alltäglichen Leben. Doch um die Magen-Darm-Bewegungen auch kurzfristig wieder auszubalancieren, eignen sich besonders natürliche Präparate, die sowohl muskelanregende wie auch -entspannende Effekte erzielen können –  und das mit einer schnellen Wirkung. Durch seine einzigartige Kombination aus 9 hochwirksamen Heilpflanzen ist Iberogast® "Classic" ein seit 60 Jahren bewährtes Arzneimittel für die Betroffenen: Die aufeinander abgestimmten Heilpflanzenextrakte helfen, die Funktion des Magenspeichers zu aktivieren, um leichter Platz zu schaffen für die Nahrung und auch die Zerkleinerung und Durchmischung des Mageninhalts zu fördern. 

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