Sodbrennen – Was hilft gegen zu viel Säure?

Ältere Frauhält die Arme verschränkt und schaut lächelnd nach oben nachdem sie kein Sodbrennen mehr hat

Ein scharfes, brennendes Gefühl in der Speiseröhre, das oft mit saurem Aufstoßen einhergehen kann – das ist typisch für Sodbrennen. Bei Sodbrennen sprechen Experten von einer Volkskrankheit: 10-25% der Deutschen leiden regelmäßig darunter. Die Betroffenen sind durch die Beschwerden zum Teil stark eingeschränkt – Schlaf und Appetit können darunter leiden, ebenfalls die Lebensqualität. Was viele nicht wissen: Zu viel Säure ist nur einer der möglichen Auslöser von Sodbrennen. Was sind die häufigsten Ursachen für Sodbrennen und was kann bei Sodbrennen helfen?

Was hilft gegen Sodbrennen? 

Meist treibt die Betroffenen vor allem eine Frage um: Was hilft gegen Sodbrennen und/oder weitere Magenbeschwerden, die oft damit einhergehen? Es ist zunächst wesentlich festzustellen, ob es sich um ein akutes oder ständiges Sodbrennen handelt. Diese beiden Formen haben nicht nur unterschiedliche Ursachen für das Auslösen von Sodbrennen, sondern auch verschiedene Formen der Behandlung. Lag es an zu würzigem oder ungewohntem Essen, wie etwa auf Reisen, viel Alkoholgenuss oder an andauerndem Stress?

Pflanzliche Arzneimittel bei Sodbrennen

Sind die Beschwerden akut und situativ und eher durch motilitätsbedingte Magen-Darm-Störungen ausgelöst, können die Beschwerden schnell und zuverlässig mit dem rein pflanzlichen Arzneimittel Iberogast® Classic gelindert werden. Denn hinter akutem Sodbrennen und weiteren Magenbeschwerden stecken häufig Störungen der Motilität (der Bewegungsabläufe in Magen und Darm). Durch seinen hohen Anteil an motilitätsfördernden pflanzlichen Wirkstoffen reguliert Iberogast® Classic die Magen-Darm-Bewegungen wieder und hat aufgrund seines Multi-Target-Prinzips auch positive Wirkeffekte in der Säureregulation. Damit befreit es von gelegentlich auftretenden Symptomen wie Sodbrennen, Magenschmerzen und Völlegefühl.

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Iberogast® Classic

Schnell und zuverlässig, besonders bei akuten Magen-Darm-Beschwerden

Tauchen Beschwerden wie Sodbrennen oder andere Magenbeschwerden jedoch häufiger und wiederholt auf, auch in Kombination mit einem Reizmagen, kann die Ursache in einer längerfristigen funktionellen Störung des Magen-Darm-Traktes liegen. Diese Störungen werden z. B. ausgelöst durch langanhaltende Belastungssituationen, Stress sowie die Neigung zu einem sensiblen Magen-Darm-Trakt. Hier kann Iberogast® Advance Abhilfe schaffen: Speziell für die Behandlung längerfristiger und wiederkehrender funktioneller Beschwerden entwickelt, enthält das pflanzliche Präparat erhöhte Konzentrationen an beruhigenden, antientzündlichen und schleimhautschützenden pflanzlichen Wirkstoffen. Iberogast® Advance beruhigt den empfindlichen Magen ab der ersten Einnahme und bringt zusätzlich Magen und Darm auf Dauer wieder ins Gleichgewicht, was auch das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessern kann.

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Besonders wirksam bei häufigen
Magen-Darm-Beschwerden

Welche Hausmittel können bei Sodbrennen helfen?

Bei gelegentlichem Sodbrennen können Sie neben dem bewährten pflanzlichen Arzneimittel Iberogast® zusätzlich bekannte Hausmittel einsetzen, um die überschüssige Magensäure zu binden und die Symptome abzumildern:

  • Stärkehaltige Lebensmittel
    Essen Sie Lebensmittel, die viel Stärke enthalten, wie Zwieback, trockenes Brot, Bananen oder Kartoffel. Auch gut gekaute Nüsse oder Mandeln helfen dabei, die Magensäure zu neutralisieren.
  • Senf
    Ein kleiner Löffel nicht zu scharfer Senf nach dem Essen kann durch die enthaltenen ätherischen Senföle entzündungshemmend auf die Magenschleimhaut wirken.
  • Beruhigende Teesorten
    Tee aus Kamillenblüten oder Fenchelsamen beruhigen die entzündeten Schleimhäute (1).
Ein Mann und eine Frau sitzen auf dem Sofa und lächeln.

Behandlung bei Sodbrennen

Wenn der Magensaft zurück in die Speiseröhre fließt (Reflux), löst das einen Reiz auf die empfindlichen Schleimhäute aus und Sodbrennen entsteht. Geschieht das nur gelegentlich, kann sich jeder gut mit frei verkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke oder Hausmitteln behelfen. Handelt es sich um ständiges oder extremes Sodbrennen, könnte eine Refluxkrankheit oder auch andere Krankheiten dahinterstecken. Suchen Sie in diesen Fällen immer einen Arzt oder Spezialisten auf, der die Symptome mit Ihnen abklären kann. Abhängig von den Ursachen des Sodbrennens kann der Arzt individuelle Behandlungsmethoden empfehlen

Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, beispielsweise wenn ein Zwerchfellbruch zu andauerndem Sodbrennen führt. Durch endoskopische Nahttechniken wird dabei ein neuer Schließmuskel an der Einmündung der Speiseröhre in den Magen gebildet (2). Die Umstellung der Ernährung ist bei vielen Betroffenen aber bereits eine erfolgreiche Behandlungsmethode.

Was essen bei Sodbrennen?

Die richtige Ernährung bei Sodbrennen wirkt sich vorteilhaft auf das Krankheitsbild aus, denn als ein Verursacher gelten zu scharf gewürzte, frittierte und scharf angebratene Speisen sowie stark zucker- und fetthaltige Nahrungsmittel. Vermeiden Sie diese Lebensmittel lieber und essen stattdessen säurearmes Obst, viel Gemüse und Salat. Auch Alkohol sollte bei Sodbrennen gemieden werden. 
Achten Sie zusätzlich darauf, lieber viele kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstatt wenige große und das Essen in aller Ruhe zu essen.

Das können Sie bei Sodbrennen essen Das sollten Sie bei Sodbrennen meiden/ reduzieren
  • Roher/gekochter Schinken
  • Fisch
  • Geflügel
  • Banane
  • Weintraube
  • Mango
  • Birne
  • Pfirsich
  • Zartbitterschokolade
  • Stilles Wasser
  • Ungesüßte Tees
  • Fettreiche Lebensmittel wie Wurstwaren, Süß- und Backwaren, Fertiggerichte, Fast-Food
  • Kaffee
  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Milcheis
  • Zitrusfrüchte/ Säfte
  • Scharfe Gewürze

 

Was ist Sodbrennen?

Wer mit Sodbrennen zu kämpfen hat, klagt oft neben Völlegefühl, Magenschmerzen und saurem Aufstoßen vor allem über brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Je nach Schweregrad kann das nur leicht auftreten oder als extremes Sodbrennen mit Schmerzen, die sogar bis in die Kehle ausstrahlen. Manchmal breitet sich in der Folge des Refluxes von Mageninhalt auch ein saurer Geschmack im Mund aus.

Der eigentliche Übeltäter bei Sodbrennen ist der extrem saure Magensaft. Er besteht unter anderem aus Salzsäure und einigen Verdauungsenzymen und hat mit einem pH-Wert von 1 bis 2 aus gutem Grund den sauersten Wert im Körper: Nach der Zerkleinerung der Nahrung durch die Zähne hat die Magensäure im Magen die Aufgabe, den Nahrungsbrei weiter zu zerkleinern und Keime abzutöten. Sodbrennen tritt auf, wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre gelangt und dort die Schleimhäute reizt. Die Hauptursache von Sodbrennen ist also weniger ein Zuviel an Säure, sondern vor allem Säure am falschen Ort.

Wo Sodbrennen entstehen

Verantwortlich dafür ist in den meisten Fällen der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen, der sogenannte Speiseröhrensphinkter. Normalerweise funktioniert der Muskel am Sphinkter wie ein Ventil und verhindert ein unkontrolliertes Zurückfließen des Mageninhalts in die Speiseröhre. Dadurch läuft die Verdauung ungestört ab, ohne die davorliegende, empfindliche Speiseröhre im Übermaß zu beeinträchtigen – oder für starken Mundgeruch zu sorgen, der durch den Rückfluss von Magensäure und saurem Nahrungsbrei entstehen kann. Wenn der Muskel allerdings nicht mehr richtig schließt oder sich während des Verdauungsprozesses zu häufig öffnet, können Magensäure und Speisebrei zu oft und in zu großer Menge zurück in die Speiseröhre gelangen. Sodbrennen und Magenbeschwerden sind dann vorprogrammiert. 

„Siedendes Brennen“ – so lässt sich das Sodbrennen umgangssprachlich übersetzen. Die Anzeichen bei Sodbrennen gehen tatsächlich genau in diese Richtung: Brennender Schmerz hinter dem Brustbein, Druckgefühl im Oberbauch und saures Aufstoßen. Dazu gesellen sich oftmals auch Husten, Räuspern und Heiserkeit durch die aufsteigende Magensäure. Ein unangenehmer Geschmack im Mund kann ebenfalls auftauchen.

Wenn sich zum Sodbrennen noch weitere Magen-Darm-Beschwerden äußern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Bewegungsabläufe im gesamten Magen-Darm-Trakt gestört sind.

Diese Symptome sind zum Beispiel:

Ursachenforschung: Was kann Sodbrennen auslösen?

Stress oder falsche Ernährung sind häufige Auslöser von Sodbrennen. Ursachen können aber auch in einer allgemeinen Überempfindlichkeit des Magen-Darm-Bereichs liegen, bei der kleinste Entzündungen oft schon Symptome von Sodbrennen hervorrufen. Die Auslöser setzen unterschiedlichste Mechanismen in Gang, die letztendlich für die Beschwerden sorgen. Eine ungesunde Ernährung mit fettreichen Nahrungsmitteln kann zum Beispiel eine Steigerung der Magensäure-Produktion bewirken, während emotionaler Stress oder Übergewicht starken Druck auf den Magen aufbauen kann.

Wenn die Grundspannung im unteren Teil des Magens nicht ausreicht, wird die Nahrung nicht im gesunden Rhythmus an den Dünndarm weitergeleitet. Erschwerend für die Arbeit des Magens kann hinzukommen, dass der Magenspeicher sich nicht weit genug für die Nahrungsaufnahme dehnt oder gar die Magen-Muskeln verkrampfen. In diesem Fall ist es möglich, dass sich zu großer Druck nach oben zur Speiseröhre hin aufbaut. Dem kann der Schließmuskel zur Speiseröhre irgendwann nicht mehr standhalten. Magensäure fließt zurück in die Speiseröhre, kann dort die empfindliche Schleimhaut reizen und Sodbrennen zur Folge haben. 

Eine Erschlaffung der Magenmuskulatur kann ebenfalls eine Ursache für Sodbrennen sein, da die Nahrung so nicht in normaler Frequenz weiter in den Darm transportiert wird. In beiden Fällen entsteht Druck nach oben.

Weitere Auslöser von Sodbrennen sind:

  • Gestörter Bewegungsablauf (Motilität) des Magens
  • Überempfindliche Speiseröhrenschleimhaut
  • Medikamente, beispielsweise Schmerzmittel
  • Hiatus-Hernie (Zwerchfellbruch)
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol und Nikotin
  • Scharfe, fettige oder saure Nahrungsmittel
  • Genetische Veranlagung

All diese Faktoren können unangenehme Sodbrennen-Schmerzen hinter dem Brustbein auslösen und für weitere Beschwerden wie Bauchschmerzen verantwortlich sein.

Das sollten Sie bei der Diagnose Sodbrennen beachten

Die Diagnose von Sodbrennen ist nicht immer leicht. Manchmal – vor allem bei Personen mit nur geringer Empfindlichkeit in der Speiseröhre – fließt der Magensaft ganz unbemerkt in Richtung Rachen und reizt dort Stimmbänder und Schleimhäute. Morgens nach dem Aufstehen leidet der Betroffene dann unter Heiserkeit oder Husten – ein Symptom, das auch für Asthma oder eine Rachenentzündung sprechen könnte. 

Umgekehrt kann sich aber auch ein Herzinfarkt ähnlich wie Sodbrennen äußern. Schmerzen bei Sodbrennen im Bereich des Brustkorbs – vor allem, wenn sie langanhaltend und wiederkehrend sind – sollten deshalb immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Quellen

(1)Dr. Med. Julia Schwarz, NetDoktor, Refluxkrankheit, online, Stand: 26.08.2016, https://www.netdoktor.de/krankheiten/refluxkrankheit/

(2)Rowe DH, Stolar CJ. Recurrent diaphragmatic hernia. Semin Pediatr Surg. 2003 May;12(2):107-9. doi: 10.1016/s1055-8586(02)00020-3. PMID: 12728396. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12728396/