27. März 2026
Blähungen sind unangenehm und können für Betroffene sehr belastend sein. Obwohl Gasentwicklung im Bauch normal ist, kann die Luft im Magen und Darm auch das übliche Maß übersteigen und bei geblähtem Bauch zu Schmerzen und Bauchkrämpfen führen. Zudem lassen sich Blähungen, gerade extreme Blähungen, oft nur schwer vor dem Umfeld verbergen. Den Betroffenen ist das meist äußerst unangenehm, obwohl es im Grunde etwas ganz Natürliches ist. Doch wie entstehen Blähungen und was hilft gegen Blähungen?
Was sind Blähungen und wie entstehen sie?
Grundsätzlich unterscheidet man bei Blähungen zwischen zwei Beschwerdebildern: übermäßige Gasansammlung im Bauch (Meteorismus) und überdurchschnittlich viele Windabgänge (Flatulenzen). Beides geht oft Hand in Hand. Wann es zu spürbaren Beschwerden wie Bauchschmerzen bei Blähungen kommt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich und hängt zu einem großen Teil vom persönlichen Empfinden ab.
Eine kleine Menge an Gasen im Bauch zu haben ist vollkommen normal, sie entstehen im Rahmen einer gesunden Verdauung. Die im Darm angesiedelten Bakterien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wenn Ballaststoffe, die für den Körper nicht verwertbar sind, oder große Mengen an Eiweißen und Kohlenhydraten zersetzt werden, verstoffwechseln die Darmbakterien die Nahrungsbestandteile kurzerhand selbst und bilden dabei Gase. Der Großteil dieser Gase wird über das Blut zur Lunge transportiert und dort ausgeatmet – der Rest geht als Flatulenzen durchschnittlich 15-mal am Tag über den After ab.1
Probleme entstehen erst, wenn die Menge an Gasen im Darm das normale Maß übersteigt oder der Darm diese Menge nicht gut weitertransportieren kann. Dies ist vor allem bei einem Übermaß an ungesunden, stark verarbeiteten und stark zuckerhaltigen oder schwer verdaulichen Lebensmitteln oder einer allzu abrupten Umstellung der Ernährung der Fall. Ebenso können individuelle Unverträglichkeiten (z. B. Fructose oder Lactose) eine Rolle spielen.
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Die Ursachen von Blähungen
Nicht immer sind allein die Darmbakterien schuld: Für übermäßige Blähungen und Flatulenzen gibt es weitere Gründe. Wer beispielsweise viel Kaugummi kaut oder sehr schnell isst, verschluckt zwangsläufig auch viel Luft. Wenn der Magen diese nicht über die Speiseröhre wieder hinausbefördert, wandert sie weiter in den Darm und kann dort für unangenehme Blähungen und Bauchschmerzen sorgen. Weitere Ursachen für (häufige) Blähungen sind:
- Stress: Wer einer großen psychischen Belastung ausgesetzt ist, bekommt es häufig auch mit Verdauungsbeschwerden zu tun. Denn die innere Anspannung und eine angespannte Atmung können auch die Abläufe im Magen-Darm-Trakt beeinflussen2.
- Nahrungsmittel-Intoleranz:
Vor allem die Unverträglichkeiten von Laktose und Fructose können eine Ursache für ständige Blähungen sein. Beide Zucker gelangen aufgrund der Intoleranz unverdaut durch den Verdauungstrakt. Für Bakterien im Darm bedeutet dies zusätzliche Nahrung – und die Grundlage für eine zusätzliche Gasbildung. - Ungleichgewicht in der Darmflora: Auch wenn die Darmflora durcheinandergeraten ist, zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika, kann sich das in Form von Blähungen äußern. Denn diese Medikamente greifen nicht nur die schädlichen Bakterien an: Auch die nützlichen Bakterien des Magen-Darm-Trakts werden geschwächt. Erholt sich die Darmflora nur unausgewogen von diesem Eingriff, gerät das komplexe Gleichgewicht im Darm aus dem Takt, einzelne Darmbakterien vermehren sich unter Umständen zu stark und führen zu erhöhter Gasbildung.3
- Hormonelle Schwankungen: Viele Frauen erleben in ihrem Menstruationszyklus ebenfalls einen aufgeblähten Bauch und vermehrte Flatulenzen – insbesondere vor Einsetzen der Periode und bei PMS (prämenstruelles Syndrom)4.
Neben diesen Faktoren können auch bestimmte Krankheiten starke Blähungen auslösen, z. B.:
- Reizdarmsyndrom
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Galle oder Leber
- Darmverschluss5
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Die Symptome bei Blähungen
Blähungen kündigen sich wie diffuse Schmerzen im Oberbauch an. Oft werden sie deshalb auch mit Magenschmerzen oder Koliken verwechselt. Aufgrund der unklaren Lokalisation der Schmerzen und des nicht gleich erkennbaren Zusammenhangs, stellen Betroffene rasch Verdachtsdiagnosen bei Blähungen und Bauschmerzen. Das passiert hauptsächlich dann, wenn die Blähungen stark sind und über mehrere Tage anhalten, was insbesondere bei einer Nahrungsumstellung, einer Unverträglichkeit oder einer Infektion der Fall sein kann. Die Symptome von Blähungen im Überblick:
- plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Oberbauch
- hörbare Darmgeräusche
- wandernde Schmerzen, auch krampfartig
- ein aufgeblähter Bauch
- Völlegefühl
- vermehrte Flatulenzen
- Stuhlveränderungen, wie Durchfall oder Verstopfung
- z. T. deutlich unangenehmerer Geruch als normalerweise (stinkende Blähungen)6
Blähungen: Was hilft?
Egal, ob es sich um ein vorübergehendes Problem handelt oder dauerhaft Blähungen auftreten: Neben den Schmerzen und Krämpfen sind auch übelriechende Flatulenzen sehr unangenehm. Doch was tun, um die Blähungen loszuwerden? Um die Bauchschmerzen zu lindern und die Häufigkeit von Flatulenzen zu reduzieren, gibt es mehrere Ansätze, die sich auch nach der Ursache richten. Wirksame Abhilfe versprechen unter anderem rezeptfreie pflanzliche Arzneimittel, die entblähend wirken.
Pflanzliche Arzneimittel – Was hilft schnell gegen Blähungen?
Der unterstützende Einsatz pflanzlicher Arzneimittel bei Blähungen ist sehr sinnvoll und kann die Linderung auch der begleitenden Beschwerden wie Bauchschmerzen und Magen-Darm-Krämpfe beschleunigen, da sie an verschiedenen Stellen des Magen-Darm-Trakts gleichzeitig ansetzen. Ob nach einem deftigen Essen, auf Reisen oder infolge von Magen-Darm-Infekten: Das seit über 65 Jahren bekannte Iberogast® Classic bietet aufgrund seiner motilitätsregulierenden Wirkeigenschaften zuverlässige und schnelle Hilfe.
Sie haben das Gefühl, immer Blähungen zu haben und/oder der Magen-Darm-Trakt ist auf Dauer empfindlich gereizt, zum Beispiel durch einen Reizmagen oder Reizdarm? Hier kann Iberogast® ADVANCE Linderung schaffen. Seine Rezeptur aus beruhigenden Heilpflanzenextrakten ist gerade bei wiederkehrenden und längerfristigen Beschwerden, z. B. im Zusammenhang mit anhaltenden Belastungssituationen und Stress eine gute Wahl. Es beruhigt den gereizten Magen und Darm und reguliert die Magen- und Darm-Funktion.
Ergänzende Hausmittel gegen Blähungen
Als Ergänzung zu den pflanzlichen Arzneimitteln von Iberogast® können bei Blähungen auch Hausmittel eingesetzt werden. Das Gute ist, dass diese leicht anwendbar sind und eine Alternative bieten, wenn nichts anderes zur Hand ist:
- Wärme:
Sie lindert die Schmerzen und beruhigt die angespannte Muskulatur in der Bauchregion. Eine kuschelige Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen können Abhilfe schaffen. - Bauchmassage im Uhrzeigersinn:
Durch die Bewegung schieben Sie die „Luft“ (den anatomischen Strukturen des Dickdarms folgend) zum Darmausgang. - Tee: Beruhigende Tees aus Fenchel, Anis und Kümmel helfen gut gegen Bauchschmerzen und Blähungen. Auch Kamillentee lindert die Symptome.
- Sport:
Bewegung ist im Allgemeinen gut, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Moderater Sport kann, neben viel Flüssigkeit trinken, bei blähungstreibender Verstopfung helfen. Sie können so Ihre oft schmerzhaften Blähungen und Flatulenzen loswerden. - Entspannung:
Meditation, Yoga und andere Entspannungstechniken beruhigen nicht nur den Geist, sondern helfen auch, die Darmmuskulatur zu entspannen. Außerdem helfen sie Ihnen, im Alltag achtsamer zu sein – etwa langsamer zu essen und seltener den Atem anzuhalten – was ebenfalls zu weniger Blähungen führen kann. - Ingwerwurzelstock: Ingwer ist einer der Immun-Booster aus der Natur. Seine ätherischen Öle können bei vielen Erkrankungen helfen und dienen auch als Hausmittel gegen Blähungen. Kauen Sie ein Stück Ingwer für einige Minuten. Sie können auch einen Tee daraus zubereiten, wenn Ihnen die Knolle zu scharf ist. Ingwer entkrampft die Darmmuskulatur und wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden und auch zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen angewendet7.
Was essen bei Blähungen?
Wer unter permanenten Blähungen leidet, sollte seine Ernährungsgewohnheiten und Lebensweise unter die Lupe nehmen und einen Besuch in einer ärztlichen Praxis in Betracht ziehen, um herauszufinden, ob es für die starken Blähungen eine bestimmte Ursache gibt und was man gegen Blähungen tun kann.
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel. Allgemein sind folgende Lebensmittel bekannt dafür, gegen Blähungen zu helfen:
- frischer Fenchel
- Kartoffeln
- Brokkoli (obwohl er eine Kohlpflanze ist)
- Zucchini
- Möhren
- Tomaten
Meiden sollten Sie hingegen kohlensäurehaltige Getränke und blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte. Sind Sie von einer Unverträglichkeit betroffen, sollten Sie auf die entsprechenden Lebensmittel verzichten. Ein weiterer Tipp: Garen Sie Ihre Speisen. Rohkost ist zwar gesund, begünstigt aber Blähungen8.
Quellen
1 Ratgeber für Patienten „Blähsucht – Meteorismus“ der Gastro Liga e.V.
3 https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/daz-50-2018/gasalarm-im-darm
4 Bitzer J. Hormone withdrawal-associated symptoms: overlooked and under-explored. Gynecol Endocrinol. 2013 Jun;29(6):530-5. doi: 10.3109/09513590.2012.760194. Epub 2013 Feb 20. PMID: 23421366., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23421366/
5 https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ursache-meist-die-ernaehrung-103035/
6 https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/zu-viel-luft-im-bauch-148096/
7 Anh NH, Kim SJ, Long NP, et al. Ginger on Human Health: A Comprehensive Systematic Review of 109 Randomized Controlled Trials. Nutrients. 2020;12(1):157. Published 2020 Jan 6. doi:10.3390/nu12010157, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7019938/
8 Price KR, Lewis J, Wyatt GM, Fenwick GR. Flatulence--causes, relation to diet and remedies. Nahrung. 1988;32(6):609-26. doi: 10.1002/food.19880320626. PMID: 3068547., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3068547/