Experten Bestätigen

Experten bestätigen: STW5 effektiv und sicher bei funktionellen Magen- Darm-Erkrankungen

Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen empfehlen sich pflanzliche Arzneimittel mit hohem Evidenzgrad und klinisch belegtem Sicherheitsprofil wie die Iberis-amara-Kombination (Iberogast®, STW5). Zu diesem Fazit kommt eine internationale Expertenrunde in einer aktuellen Publikation.1 Ein positives Risiko-Nutzen-Profil steht für die Autoren dabei im Fokus.

Die Experten plädieren in ihrer Veröffentlichung für den Einsatz von Phytopharmaka bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden – Voraussetzung ist allerdings, dass diese die gleichen regulatorischen Wirksamkeitsnachweise und Sicherheitsanforderungen erfüllen, wie sie an chemisch definierte Arzneimittel gestellt werden. Hierzu zählen toxikologische Studien, klinische Wirksamkeitsnachweise, qualitätssichernde Maßnahmen für Rohmaterialen und den Produktionsprozess sowie umfassende Post-Marketing Pharmakovigilanz-Aktivitäten. Ein Beispiel für ein solches streng reguliertes und umfassend geprüftes Phytopharmakon ist die Iberis-amara-Kombination: Sie wird unter standardisierten Bedingungen gemäß der Good Manufacturing Practice und den Richtlinien der Good Agricultural and Collecting Practice hergestellt.2 Die Zulassung von STW5 basiert auf den gleichen Kriterien, wie sie auch für chemisch-synthetische Arzneimittel gelten.3

STW5: Klinische Studien belegen Wirksamkeit und Verträglichkeit
Hinzu kommt der hohe Evidenzgrad und die geprüfte Sicherheit der Iberis-amara-Kombination, belegt durch umfangreiche pharmakologische, toxikologische und klinische Daten. Die Autoren weisen darauf hin, dass die toxikologische Datenlage von STW5 keine Anhaltspunkte für eine relevante Toxizität der Inhaltsstoffe (einzeln oder in Kombination) liefert, selbst für hohe Dosen.
Obwohl sich in der Literatur zwei potentiell hepatotoxische Alkaloide des Schöllkrauts finden, sind diese in den verwendeten oberirdischen Pflanzenteilen von STW5 nicht oder nur in Spuren nachzuweisen. Den Autoren zufolge wird hinter dem einen Fall von akutem Leberversagen mit Todesfolge, der in einen zeitlichen Zusammenhang mit der Neunerkombination gesetzt wurde, gemäß einer 2019 erschienen Publikation eine extrem seltene idiosynkratische Reaktion vermutet. Aufgrund des äußerst seltenen Auftretens dieser Überempfindlichkeitsreaktion und der teils unbekannten individuellen, multifaktoriellen Ursachen kann diese in klinischen und präklinischen Studien nicht erfasst werden.

Multi-Target-Effekt bekämpft Vielfalt an Beschwerden
Als einen Vorteil von Phytopharmaka führen die Autoren ihre besondere Wirkweise an. Im Unterschied zu chemisch-synthetischen Arzneimitteln verfügen sie durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Inhaltsstoffe über einen Multi-Target-Effekt: Ihre Wirkstoffe können gleichzeitig an verschiedenen Punkten angreifen. Dies ist im Falle funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen vorteilhaft. Denn Störungen wie funktionelle Dyspepsie oder Reizdarmsyndrom sind gekennzeichnet durch ein heterogenes Symptommuster, unter anderem Magenschmerzen, Sodbrennen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Auch liegen funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen vielfältige Pathomechanismen zugrunde, insbesondere Mikroinflammation, Motilitäts- und Säuresekretionsstörungen sowie viszerale Hypersensitivität. Phytopharmaka wie STW5 können als Vielstoffgemische dieser Vielzahl an Symptomen und Ursachen effektiv entgegenwirken.

Phytopharmaka verringern Leidensdruck und Risiken durch übermäßige Interventionen
Die Autoren geben zu bedenken: Um den nicht selten erheblichen und kontinuierlichen Leidensdruck von Patienten mit funktionellen Magen-Darm-Störungen zu mindern, werden zuweilen therapeutische und diagnostische Maßnahmen ergriffen, die das Gesundheits- und Mortalitätsrisiko der ursächlichen gastrointestinalen Erkrankung übersteigen. Dies gilt beispielweise auch für die als relativ sicher geltenden endoskopischen Maßnahmen. Ein solches Risiko kann durch den Einsatz eines Phytopharmakons wie STW5, welches die Beschwerden effektiv und schnell lindern kann, und somit wiederholte diagnostische Maßnahmen unnötig macht, umgangen werden.
Mit Blick vor allem auf die Patientensicherheit attestieren die Experten daher evidenzbasierten pflanzlichen Arzneimitteln wie der Iberis-amara-Kombination ein klar positives Risiko-Nutzen-Profil bei der Therapie funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen.

  • 1

    Holtmann G. et al. Use of Evidence-Based Herbal Medicines for Patients with Functional Gastrointestinal Disorders: A Conceptional Framework for Risk-Benefit Assessment and Regulatory Approaches. Dig Dis. 2019 Nov 26:1-11. DOI: 10.1159/000504570.

  • 2

    Kroll und Cordes, 2006.

  • 3

    EMA. Herbal medicinal products. https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/herbal-medicinal-products, letzter Abruf 14.11.2019