Sodbrennen – was hilft gegen Säure am falschen Ort?

Mehr als ein Drittel der Deutschen leidet regelmäßig unter Sodbrennen. Die Betroffenen sind durch die Beschwerden stark eingeschränkt – Schlaf und Appetit leiden darunter, die Lebensqualität sinkt. Was viele nicht wissen: Oftmals ist nicht zu viel Säure schuld an den Beschwerden. Doch wo liegt die häufigste Ursache? Und was hilft gegen Sodbrennen?

 

Wie Sodbrennen entsteht

Wer mit Sodbrennen zu kämpfen hat, klagt neben Völlegefühl, Magenschmerzen und saurem Aufstoßen vor allem über brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Je nach Schweregrad kann sich das Sodbrennen nur leicht äußern oder sehr schmerzhaft sein und sogar bis in die Kehle ausstrahlen. Manchmal breitet sich in der Folge des Refluxes von Mageninhalt ein saurer Geschmack im Mund aus.

Der eigentliche Übeltäter bei Sodbrennen ist der Magensaft. Er besteht unter anderem aus Salzsäure und einigen Verdauungsenzymen. Nach der Zerkleinerung durch die Zähne beginnt der Magensaft damit, die Nahrung zu verdauen und Keime oder Krankheitserreger abzutöten. Sodbrennen, das bekannte „brennende Feuer" in der Speiseröhre, tritt auf, wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre gelangt und dort die Schleimhäute reizt. Die Hauptursache von Sodbrennen ist also nicht unbedingt ein Zuviel an Säure, sondern vor allem Säure am falschen Ort.

Verantwortlich dafür ist in den meisten Fällen der sogenannte Speiseröhrensphinkter, der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Normalerweise funktioniert der Muskel am Sphinkter wie ein Ventil und verhindert ein unkontrolliertes Zurückfließen des Mageninhalts in die Speiseröhre. Dadurch läuft die Verdauung ungestört ab, ohne die davorliegende, empfindliche Speiseröhre im Übermaß zu beeinträchtigen – oder für starken Mundgeruch zu sorgen, der durch den Rückfluss von Magensäure und saurem Nahrungsbrei entstehen kann. Wenn der Muskel allerdings nicht mehr richtig schließt oder sich zu häufig während des Verdauungsprozesses öffnet, können Magensäure und Speisebrei zu oft und in zu großer Menge zurück in die Speiseröhre gelangen. Sodbrennen und saures Aufstoßen sind dann vorprogrammiert.

Insbesondere wenn andere Magen-Darm-Beschwerden sich dazu gesellen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Bewegungsabläufe im gesamten Magen-Darm-Trakt gestört sind.

Diese Symptome sind zum Beispiel:

Doch Achtung:

Die Diagnose von Sodbrennen ist nicht immer ganz leicht. Manchmal – vor allem bei Personen mit nur geringer Empfindlichkeit in der Speiseröhre – fließt der Magensaft ganz unbemerkt in Richtung Rachen und reizt dort Stimmbänder und Schleimhäute. Morgens nach dem Aufstehen leidet der Betroffene dann unter Heiserkeit oder Husten – ein Symptom, das auch für Asthma oder eine Rachenentzündung sprechen könnte.

Umgekehrt kann sich aber auch ein Herzinfarkt ähnlich wie Sodbrennen äußern. Schmerzen im Bereich des Brustkorbs sollten deshalb immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Die Auslöser von Sodbrennen

Bei Stress, falscher Ernährung oder in der Schwangerschaft haben Menschen häufig mit Sodbrennen zu kämpfen. Die Auslöser setzen unterschiedlichste Mechanismen in Gang – oft sogar mehrere gleichzeitig –, die letztendlich für die Beschwerden sorgen. Ungesunde und fettreiche Nahrungsmittel können zum Beispiel eine Steigerung der Magensäure-Produktion bewirken, während emotionaler Stress, Übergewicht oder eine Schwangerschaft starken Druck auf den Magen aufbauen.

Wenn die Grundspannung im unteren Teil des Magens nicht ausreicht, wird die Nahrung nicht im gesunden Rhythmus an den Dünndarm weitergeleitet. Erschwerend für die Arbeit des Magens kann hinzukommen, dass der Magenspeicher sich nicht weit genug für die Nahrungsaufnahme dehnt oder gar die Magen-Muskeln verkrampfen. In diesem Fall ist es möglich, dass sich zu großer Druck nach oben zur Speiseröhre hin aufbaut. Dem kann der Schließmuskel zur Speiseröhre irgendwann nicht mehr standhalten. Magensäure fließt zurück in die Speiseröhre, kann dort die empfindliche Schleimhaut reizen und Sodbrennen zur Folge haben.

Eine Erschlaffung der Magenmuskulatur kann ebenfalls eine Ursache für Sodbrennen sein, da die Nahrung so nicht weiter in den Darm transportiert wird. In beiden Fällen entsteht Druck nach oben.

Weitere Auslöser von Sodbrennen sind:

  • Gestörter Bewegungsablauf (Motilität) des Magens
  • Überempfindliche Speiseröhrenschleimhaut
  • Medikamente, wie beispielsweise Schmerzmittel
  • Hiatus-Hernie (Zwerchfellbruch)
  • Konsum von Alkohol und Nikotin
  • Scharfe oder saure Nahrungsmittel

All diese Faktoren können, wie auch eine genetische Veranlagung, die unangenehmen Schmerzen hinter dem Brustbein auslösen – und für weitere Beschwerden, wie beispielsweise Bauchschmerzen verantwortlich sein.

 

Sodbrennen – was hilft?

Meist treibt die Betroffenen vor allem eine Frage um: Was hilft gegen mein Sodbrennen? Die Behandlung ist allerdings oft schwierig. Nicht immer können die Auslöser gemieden werden – denn häufig lassen sie sich von außen kaum beeinflussen. Die meisten Medikamente binden Säure oder reduzieren die Produktion der Magensäure, die ursprünglichen Ursachen greifen sie meist nicht an. Iberogast® verfolgt dabei einen anderen Ansatz: Die pflanzlichen Tropfen lindern nicht nur die Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, sie bekämpfen außerdem mehrere Faktoren, die Sodbrennen in Zusammenhang mit anderen Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. Iberogast® sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

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In der Regel ist Sodbrennen harmlos. Erst wenn die Beschwerden häufig oder sogar regelmäßig auftreten, wird eine ärztliche Behandlung unumgänglich. Denn das Sodbrennen kann zu langfristigen Folgen führen: Eine Entzündung der Speiseröhre, Verhärtungen oder im schlimmsten Fall Speiseröhrenkrebs können auf das Konto eines kontinuierlichen Rückflusses des Magensafts gehen.

 

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Junge Frau leidet Zuhause an Magen-Darm-Beschwerden.

Von Völlegefühl über Magenkrämpfe bis hin zu Übelkeit und Erbrechen: Gerät das menschliche Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht, kann sich das in unterschiedlichen Beschwerden äußern. Die Suche nach den Auslösern gestaltet sich oft schwierig – denn manchmal stecken mehrere Ursachen hinter den unangenehmen Symptomen.

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