So funktioniert der MagenDie Magenwand besteht vor allem aus unterschiedlichen Muskelgruppen. Durch ihre aufeinander abgestimmten Bewegungen zerkleinern die Muskeln den Nahrungsbrei und transportieren ihn weiter Richtung Darm. Diese Bewegungseigenschaft nennt man auch Motilität. Der Magen verarbeitet im Laufe von 70 Jahren etwa 50.000 Liter Flüssigkeit und 30.000 Kilogramm Nahrung - eine wahre Höchstleistung. |
Der Verdauungsprozess basiert auf einem komplizierten Zusammenspiel verschiedener Magenmuskeln. Diese Bewegungseigenschaft wird auch Motilität genannt. Der Bewegungsablauf des Magens wiederum wird von Millionen von Nervenzellen gesteuert. Zu Beginn des Verdauungsprozesses gelangt die Nahrung über den Speiseröhrensphinkter, einem Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen, in den Magen. Der Sphinkter arbeitet wie ein Ventil und verhindert, dass Nahrungsbrei zurück in die Speiseröhre gelangt. Im oberen Magenteil, auch Speicher oder Fundus genannt, kann sich der Magen ausdehnen und Platz für bis zu zwei Liter Nahrungsbrei schaffen. Dann produzieren Drüsen in der Magenschleimhaut Verdauungssäfte, die den Nahrungsbrei verdauen. Durch Muskelkontraktionen des Magens wird der Speisebrei mit den Verdauungssäften vermischt und weitertransportiert. Im unteren Teil des Magens leitet der Transporter, auch Antrum genannt, den Speisebrei in kleinen Portionen über den Magenausgang (Pförtner/Pylorus) weiter in den Darm.
Gerät dieser Ablauf von unterschiedlichen Muskelbewegungen aus dem Gleichgewicht, können Magenbeschwerden unterschiedlicher Art die Folge sein. Man spricht dann von motilitätsbedingten Magenbeschwerden.