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Melissenblätter (Melissae folium)

Geschichte:
Der zitronenartige Geruch der Melisse brachte ihr die Bezeichnung „Zitronenmelisse“ ein. Schon in der Antike war sie als Heilpflanze gegen Beschwerden wie Magen- und Herzleiden sowie Nervosität bekannt. Wegen ihrer vielfachen Heilwirkung musste sie im Mittelalter auf eine Verordnung Karls des Großen, „Capitulare de villis“, in jedem Klostergarten Europas angebaut werden. Zu dieser Zeit war das ätherische Öl der Melisse auch als flüssiges Gold bekannt.

Wirkung:

Die Melisse weist verschiedene Heilwirkungen im Magen-Darm-Bereich auf. Ihre Blätter beruhigen einen nervösen Magen ebenso wie gereizte Nerven. Melisse lindert dank ihren entkrampfenden und beruhigenden Inhaltsstoffen Krämpfe und Blähungen im Magen-Darm-Bereich. Des Weiteren kann Melisse durch ihre antioxidativen Wirkstoffe freie Radikale im Magen-Darm-Trakt abwehren und Entzündungen vorbeugen. Ihre Inhaltsstoffe regen außerdem die Speichel- und Gallensaftbildung an und fördern die Verdauung. Außer im Magen-Darm-Bereich wird Melisse auch bei rheumatischen Erkrankungen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl eingesetzt.

Herkunft:

Die Melisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Im Mittelalter brachten Mönche die wertvolle Pflanze auch in deutsche Klöster, von wo aus sie sich rasch im gesamten Land verbreitete.

Botanik:

Die bis zu 70 Zentimeter hohe Melisse wächst bevorzugt in windgeschützter und sonniger Lage und braucht viel Feuchtigkeit. Wegen ihres starken Zitronendufts wirkt Melisse anziehend auf Bienen und wird daher auch als Bienenweidepflanze angebaut. Aus dem Griechischen abgeleitet, kann das Wort „melissa“ mit „Biene“ übersetzt werden.

 
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