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Kamillenblüten (Matricariae flos)

Geschichte:
Die Kamille ist eine der beliebtesten Arzneipflanzen Europas. Fast jeder kennt ihren Geruch und Geschmack. Bereits im alten Ägypten war die Kamille wegen ihres gelben Blütenköpfchens und den weißen Blütenblättern als Blume des Sonnengottes „Re“ bekannt. Ihr Ansehen als Heilpflanze verdankt die Kamille den alten Griechen, welche sie bei unterschiedlichen Leiden einsetzten.

Wirkung:

Nicht umsonst wurde die Kamille schon zu Großmutters Zeiten bei Magen-Darm-Beschwerden angewendet – und nicht ohne Grund ist Kamille ein wichtiger Bestandteil von Iberogast. Denn Kamille wirkt beruhigend und krampfstillend, kann aber gleichzeitig die Beweglichkeit des Magens steigern und ihn so in Schwung bringen. Außerdem reguliert Kamille die Säureproduktion des Magens und beugt durch ihre stark entzündungshemmende Wirkung Magengeschwüren vor. Diese entzündungshemmenden Eigenschaften der Kamille helfen auch bei Hautreizungen, Schleimhautentzündungen aller Art und Erkältungskrankheiten.

Herkunft:

Die ursprüngliche Heimat der Kamille liegt in Süd- und Osteuropa sowie in Vorderasien – mittlerweile ist sie jedoch in ganz Europa, Nordamerika und auch in Australien verbreitet.

Botanik:

Die Kamille wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Lehm- und Tonböden. Durch die intensive Zucht für Arzneizwecke seit dem späten 20. Jahrhundert sind verschiedene Kamillensorten entstanden. Nicht zu verwechseln ist die wertvolle Kamille mit der therapeutisch wirkungslosen und hochallergenen Hundskamille, die ihr sehr ähnlich sieht. Der strenge Geruch der Hundskamille unterscheidet sich aber eindeutig von dem angenehmen, charakteristischen Kamillenduft.

 
 
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