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Angelikawurzel (Angelicae radix)

Geschichte:
Lange war die kostbare Angelikawurzel in Mitteleuropa unbekannt, bis die Wikinger sie im 10. Jahrhundert einführten. Als Allheilmittel erlangte sie schnell Bekanntheit und wurde zum wichtigen Handelsartikel. Seither ranken sich viele Legenden um diese wertvolle Heilpflanze. Einer Sage nach soll der Erzengel Raphael die Angelika auf die Erde gebracht haben – daher auch die Bezeichnung „Engelwurz“. Sogar vor Ansteckung mit der Pest sollte die Heilpflanze im Mittelalter schützen – allein durch das Riechen an ihren Blüten.

Wirkung:

„Angelika, die mythische Pflanze der Kelten, enthält in ihrer Wurzel Inhaltsstoffe, die den verkrampften Magen entspannen und den nervösen Magen beruhigen“, verrät Dr. Ernst Schneider. Wegen ihrer krampflösenden Wirkung wird Angelikawurzel bei Völlegefühl und leichten Blähungen eingesetzt. Als Bestandteil von Iberogast kann die Angelikawurzel außerdem die Magensäureproduktion regulieren. Zudem hat sie eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung und beugt so Magengeschwüren vor. Wegen ihrer schmerzlindernden und durchblutungsfördernden Eigenschaften wird sie auch bei Muskelkater und Verspannungen angewendet.

Herkunft:

Ursprünglich stammt die Angelikawurzel aus Island. Sie ist heute in Nord- und Osteuropa sowie in Sibirien, im Himalaya und in Nordamerika verbreitet.

Botanik:

Die zu den Doldengewächsen gehörende Angelikapflanze wächst bevorzugt in Ufernähe auf nassen, zeitweise überschwemmten, nährstoffreichen sowie humushaltigen Böden. Die Pflanze kann bis zu 2,50 Meter hoch werden und bevorzugt halbschattige Standorte. Typisch für die Angelikawurzel sind der würzige Geruch und der süßliche Geschmack.

 
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