Ein schmerzhaftes Übel: MagenkrämpfeWer einmal darunter zu leiden hatte, vergisst sie nicht: Magenkrämpfe. Die starken, krampf- oder kolikartigen Schmerzen halten meist nur wenige Sekunden lang an, sind aber so schmerzhaft, dass der Betroffene das Gefühl des Zerreißens hat. |
Magenkrämpfe können durch eine gestörte Bewegung der Magenmuskulatur entstehen. Wenn der Nahrungsbrei in den Magen gelangt, dehnt sich dieser nicht genügend aus, um Platz für den Nahrungsbrei zu schaffen. Die Magenmuskeln sind zu sehr verkrampft, die Muskelkontraktionen zur Durchmischung erfolgen unkoordiniert und ruckartig. Der Betroffene verspürt krampfartige Beschwerden, die an das Gefühl des Zerreißens erinnern und nicht genau lokalisiert werden können. Da der Nahrungsbrei nicht koordiniert verarbeitet werden kann, kann der Transporter (Antrum) im unteren Teil des Magens den Nahrungsbrei über den Pförtner nicht kontrolliert in den Darm weiterleiten. Ein großer Teil der Nahrung kann dabei zu lange im Magen verweilen, wo er jedoch nicht richtig verdaut werden kann. Auf diese Weise werden die empfindlichen Nervenzellen im Magen gereizt, das Gehirn empfängt Signale, die der Betroffene als Schmerzen wahrnimmt. Wird zusätzlich zu viel Magensäure produziert oder die empfindliche Magenschleimhaut gereizt, werden die Krämpfe verstärkt.