Magenschmerzen - ein VolksleidenGelegentliche Magenschmerzen begleiten viele Menschen im Alltag. Die Schmerzen in der Magengegend können mehrere Stunden oder sogar Tage andauern und sind extrem unangenehm. Die Ursachen sind vielfältig. Gründe können zum Beispiel eine gestörte Säureproduktion, überempfindliche Magennerven oder eine gereizte Magenschleimhaut sein. Oftmals ist auch eine Störung der Magenmotilität die Ursache. |
Bei Magenschmerzen verläuft der Verdauungsprozess prinzipiell normal: Sobald Speisebrei durch den Pförtner (Speiseröhrensphinkter) in den Magen gelangt, beginnt die Magenmuskulatur durch Wellen- und Knetbewegungen mit dem Verdauungsprozess. Der Nahrungsbrei wird mit Verdauungssäften durchmischt und gelangt in kleinen Portionen über den Transporter (Antrum) und Pförtner in den Darm. Die empfindlichen Nervenzellen im Magen-Darmbereich können allerdings zu reizempfindlich sein, zum Beispiel durch entzündliche Veränderungen. Somit können Reize wie die Magenbewegung oder die Füllung des Magens als zu stark empfunden und Schmerzrezeptoren gereizt werden. Die Rezeptoren schlagen Alarm und das Gehirn empfängt Signale, die der Betroffene als Schmerzen im Oberbauch wahrnimmt. Auch eine erschlaffte oder verkrampfte Magenmuskulatur kann zu Magenschmerzen führen, wenn der Nahrungsbrei nicht richtig weitertransportiert werden kann und die Schmerzrezeptoren gereizt werden. Ein weiterer Grund für Magenschmerzen kann eine Überproduktion von Säure sein, die dazu führt, dass die empfindliche Magenschleimhaut gereizt wird. Diese Reizung lässt die Schmerzrezeptoren ebenfalls Alarm schlagen.