Melissenblätter (Melissae folium)Geschichte der Melisse |
Melisse weist verschiedene Heilwirkungen im Magen-Darm-Bereich auf. Melissenblätter beruhigen einen nervösen Magen ebenso wie gereizte Nerven. Melisse lindert dank ihren entkrampfenden und beruhigenden Inhaltsstoffen Krämpfe und Blähungen im Magen-Darm-Bereich. Des Weiteren kann Melisse durch ihre antioxidativen Wirkstoffe freie Radikale im Magen-Darm-Trakt abwehren und Entzündungen vorbeugen. Die Inhaltsstoffe der Melissenblätter regen außerdem die Speichel- und Gallensaftbildung an und fördern die Verdauung. Außer im Magen-Darm-Bereich wird die Melisse auch bei rheumatischen Erkrankungen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl eingesetzt.
Melisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Im Mittelalter brachten Mönche die wertvolle Melisse auch in deutsche Klöster, von wo aus sie sich rasch im gesamten Land verbreitete. Wegen der heilenden Wirkung der Melissenblätter wird Melisse hauptsächlich in England, Osteuropa, Amerika und Asien angebaut.
Die bis zu 70 Zentimeter hohe Melisse wächst bevorzugt in windgeschützter und sonniger Lage und braucht viel Feuchtigkeit. Wegen ihres starken Zitronendufts wirken Melissenblätter anziehend auf Bienen. Daher wird Melisse auch als Bienenweidepflanze angebaut. Aus dem Griechischen abgeleitet, kann das Wort „melissa“ mit „Biene“ übersetzt werden.