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Mariendistelfrüchte (Cardui mariae fructus)

Geschichte der Mariendistel
Bereits im Mittelalter baute man die Mariendistel in deutschen Klostergärten an. Bis zum Altertum war Mariendistel jedoch nur als Gemüse bekannt. Wegen ihrer artischockenähnlichen Blütenköpfchen wird die Mariendistel auch als „wilde Artischocke“ bezeichnet. Ihre therapeutische Wirkung als Arzneipflanze entdeckte man erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Unverwechselbar ist die weiße Marmorierung der Blätter der Mariendistel. Einer Legende nach stammt sie von der Milch der Jungfrau Maria. Daher kommt der Name „Mariendistel“.

Wirkung von Mariendistelfrüchten

Der in den Mariendistelfrüchten enthaltene Wirkstoffkomplex Silymarin, der stark zellschützend wirkt, verhalf der Mariendistel zu großer Bekanntheit als wirksames, natürliches Leberheilmittel. Diese zellschützenden Eigenschaften entfalten die Mariendistelfrüchte auch im Magen und beugen dort Geschwüren vor. Außerdem wirken die Auszüge der Mariendistelfrüchte entzündungshemmend und können freie Radikale abwehren. Des Weiteren wirkt die Mariendistel regulierend auf die Magensäureproduktion und beruhigend auf einen verkrampften Magen.

Herkunft der Mariendistel

In den Mittelmeerländern, Nordafrika, Kleinasien und Südrussland ist die Mariendistel ursprünglich beheimatet. Mittlerweile werden Mariendisteln auch in Deutschland, Österreich und Osteuropa kultiviert und Mariendistelfrüchte produziert.

Botanik der Mariendistel

Die bis zu 1,5 Meter hohe Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler und ist mit ihren großen, rötlich-violetten Blütenköpfen auch eine beliebte Garten- und Zierpflanze. In freier Natur wächst die Mariendistel vor allem an warmen, sonnigen Plätzen auf nährstoffreichen Böden. Ihre Blütezeit ist von Juni bis September.

 
 
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.