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Kümmelfrüchte (Carvi fructus)

Geschichte des Kümmels
Die Kümmelpflanze ist nicht nur eine wertvolle Heilpflanze, sondern zählt auch zu den ältesten Gewürzpflanzen Europas. Schon die alten Ägypter gaben ihren Toten Kümmelfrüchte mit ins Grab. Im Mittelalter erlangten Kümmelfrüchte nicht nur Berühmtheit bei der Behandlung von Magen- und Darmleiden, ihnen wurden sogar mystische Fähigkeiten zugeschrieben. Zum Beispiel galt ein um den Hals getragener Beutel mit Kümmelfrüchten als Schutz vor bösen Geistern.

Wirkung von Kümmelfrüchten

In Europas Küchen ist Kümmel in Form von Kümmelfrüchten eine unverzichtbare Zutat für schwer verdauliche, fettige oder blähende Speisen. Denn Kümmelfrüchte wirken krampflösend und helfen bei Blähungen, leichten krampfartigen Beschwerden sowie Völlegefühl. Der Nahrungsbrei gelangt besser vom Magen in den Darm. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Kümmels regen die Verdauung an, indem sie die Magensaftproduktion regulieren. Fettreiche Mahlzeiten werden durch die Zugabe von Kümmelfrüchten verträglicher. Durch seine keimtötende Wirkung kann Kümmel außerdem Entzündungen im Magen-Darm-Trakt vorbeugen. Diese positiven Eigenschaften des Kümmels zeigen sich besonders in Iberogast.

Herkunft von Kümmelfrüchten

Die ursprüngliche Heimat des Kümmels ist Asien, mittlerweile ist er auch in Europa und Nordafrika verbreitet. Angebaut werden Kümmelfrüchte außer in Europa auch in Sibirien, dem Kaukasus, dem Himalaja, der Mongolei und in Marokko.

Botanik des Kümmels

Kümmel gedeiht auf allen leicht kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden und wächst am liebsten auf mageren Wiesen, am Wegesrand sowie an sonnigen, windgeschützten Stellen. Heute zählt der Kümmel zu den häufigsten wild wachsenden Heilpflanzen Deutschlands. Als Gewürz werden nur die sichelförmigen, braunen und stark aromatischen Kümmelfrüchte verwendet.

 
 
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.