Kümmelfrüchte (Carvi fructus)Geschichte des Kümmels |
In Europas Küchen ist Kümmel in Form von Kümmelfrüchten eine unverzichtbare Zutat für schwer verdauliche, fettige oder blähende Speisen. Denn Kümmelfrüchte wirken krampflösend und helfen bei Blähungen, leichten krampfartigen Beschwerden sowie Völlegefühl. Der Nahrungsbrei gelangt besser vom Magen in den Darm. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Kümmels regen die Verdauung an, indem sie die Magensaftproduktion regulieren. Fettreiche Mahlzeiten werden durch die Zugabe von Kümmelfrüchten verträglicher. Durch seine keimtötende Wirkung kann Kümmel außerdem Entzündungen im Magen-Darm-Trakt vorbeugen. Diese positiven Eigenschaften des Kümmels zeigen sich besonders in Iberogast.
Die ursprüngliche Heimat des Kümmels ist Asien, mittlerweile ist er auch in Europa und Nordafrika verbreitet. Angebaut werden Kümmelfrüchte außer in Europa auch in Sibirien, dem Kaukasus, dem Himalaja, der Mongolei und in Marokko.
Kümmel gedeiht auf allen leicht kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden und wächst am liebsten auf mageren Wiesen, am Wegesrand sowie an sonnigen, windgeschützten Stellen. Heute zählt der Kümmel zu den häufigsten wild wachsenden Heilpflanzen Deutschlands. Als Gewürz werden nur die sichelförmigen, braunen und stark aromatischen Kümmelfrüchte verwendet.